Der polnischen Polizei ist ein bedeutender Schlag gegen den internationalen Drogenhandel gelungen. In der Ostseehafenstadt Gdynia nahe Danzig wurden mehr als eine Tonne Heroin sichergestellt. Der geschätzte Marktwert der beschlagnahmten Drogen liegt bei rund 220 Millionen Zloty, umgerechnet etwa 51,8 Millionen Euro. Dies gab die Nachrichtenagentur PAP unter Berufung auf die Ermittlungsbehörden bekannt.
Größter Fund seit Jahren
Innenminister Marcin Kierwinski bezeichnete die Aktion als die größte Operation dieser Art in Polen seit mehr als zehn Jahren. Die Sicherstellung sei ein schwerer Schlag für die Drogenkriminalität und zeige die Effektivität der polnischen Strafverfolgungsbehörden. Die Beamten hätten bei der Aktion eng mit internationalen Partnern zusammengearbeitet.
Hinweis aus Großbritannien
Den Ermittlungen zufolge hatten die polnischen Fahnder bereits im März einen entscheidenden Tipp von ihren britischen Kollegen erhalten. Demnach wurde eine größere Drogenlieferung aus den Vereinigten Arabischen Emiraten erwartet. Die Drogen waren als Dekorationsziegel getarnt und in Containern nach Polen transportiert worden. Bei der Kontrolle in Gdynia entdeckten die Zollbeamten schließlich das versteckte Heroin.
Ermittlungen gegen mutmaßliche Schmuggler
Gegen zwei Männer und eine Frau aus Polen wurde ein Strafverfahren wegen Drogenschmuggels eingeleitet. Die Ermittlungen dauern an, weitere Festnahmen sind nicht ausgeschlossen. Die Polizei prüft zudem mögliche Verbindungen zu internationalen Drogenkartellen. Der Fall zeigt, wie wichtig die länderübergreifende Zusammenarbeit bei der Bekämpfung des Rauschgifthandels ist.



