Klassische Sparprodukte wie Tagesgeld und Festgeld erfreuen sich bei deutschen Anlegern großer Beliebtheit. Laut Statista halten rund 44,6 Prozent der Bundesbürger ihr Vermögen bevorzugt in Bankeinlagen. Insbesondere das Festgeldkonto kombiniert hohe Sicherheit mit langfristiger Planbarkeit. Aktuell sind die Zinsen dafür so hoch wie lange nicht mehr. Einer Analyse von Verivox zufolge sind die Zinsen für ein zweijähriges Festgeld seit Beginn des Irankrieges im Schnitt um 0,18 Prozentpunkte gestiegen. Ähnliche Entwicklungen zeigen sich auch bei anderen Laufzeiten. Doch welche Banken bieten im Juni die besten Zinsen? Unser Festgeld-Vergleich gibt einen Überblick über die aktuellen Angebote.
Festgeld im Juni 2026: Die besten Angebote im Überblick
Im Vergleich zum Tagesgeld spielen bei der Auswahl eines Festgeldkontos mehrere Kriterien eine Rolle. Neben den Zinsen ist vor allem die Laufzeit entscheidend, da das Geld über die gesamte Anlagedauer fest gebunden ist. Bevor Sparer ein Festgeldkonto eröffnen, sollten sie genau überlegen, wann sie ihr Kapital wieder benötigen. Ein Festgeld-Vergleich hilft, für die geplante Laufzeit die besten Zinsen zu finden. Generell gilt: Kein Vergleichsrechner bietet vollständige Markttransparenz. Daher ist es ratsam, mehrere Vergleichsportale wie Check24 oder Verivox zu nutzen. Im Folgenden haben wir die Konditionen einiger Festgelder nach Laufzeit verglichen.
Festgeld für sechs Monate
- SWK Bank: 3,5 % p. a.
- Hoistspar: 2,75 % p. a.
- Ferratum Bank: 2,7 % p. a.
- J&T Direktbank: 2,6 % p. a.
- BBVA: 2,6 % p. a.
Festgeld für ein Jahr
- Hoistspar: 3,03 % p. a.
- J&T Direktbank: 3 % p. a.
- VW Bank: 3 % p. a.
- BBVA: 2,9 % p. a.
- Ferratum Bank: 2,8 % p. a.
Festgeld für zwei Jahre
- J&T Direktbank: 3,2 % p. a.
- VW Bank: 3,1 % p. a.
- Hoistspar: 3,04 % p. a.
- Ferratum Bank: 3 % p. a.
- BBVA: 3 % p. a.
Festgeld für drei Jahre
- J&T Direktbank: 3,2 % p. a.
- Ferratum Bank: 3,2 % p. a.
- BBVA: 3,1 % p. a.
- VW Bank: 3,1 % p. a.
- Willbe: 2,94 % p. a.
Festgeld für fünf Jahre
- BBVA: 3,4 % p. a.
- J&T Direktbank: 3,2 % p. a.
- Willbe: 3,07 % p. a.
- Gefa Bank: 3,0 % p. a.
- Renault Bank: 3,0 % p. a.
Festgeld für zehn Jahre
- J&T Direktbank: 3,5 % p. a.
- Willbe: 3,38 % p. a.
- Crédit Agricole: 3,1 % p. a.
- DKB: 3,09 % p. a.
- Nexent Bank: 3,05 % p. a.
Datenstand: 9. Juni 2026. Alle Angaben ohne Gewähr. Es gelten die AGB der jeweiligen Bank. Kurzfristige Zinsänderungen können nicht zeitnah erfasst werden.
Festgeld-Vergleich: Online-Rechner finden die besten Konditionen
Mit unserem Online-Rechner können Sie die besten Konditionen je nach Laufzeit ermitteln. Geben Sie einfach den gewünschten Anlagebetrag und die Laufzeit ein. Der Rechner sucht dann passende Angebote heraus. Über die Filter „Einlagensicherung“ und „Rating“ können die Ergebnisse eingegrenzt werden. Automatisch werden neben den Zinssätzen auch die zu erwartenden Zinserträge am Laufzeitende angezeigt. Ein Klick auf „Zum Anbieter“ führt Sie direkt zur Kontoeröffnung.
Was ist Festgeld?
Wie das Tagesgeld ist auch das Festgeld eine vergleichsweise sichere Anlageform. Sparer legen ihr Geld für eine festgelegte Laufzeit bei einer Bank an und erhalten im Gegenzug die vereinbarten Zinsen. Festgeld eignet sich für Anleger, die einen Teil ihres Vermögens für eine bestimmte Zeit entbehren können und eine sichere Rendite suchen. Es kann auch als risikoarmer Teil einer breiteren Anlagestrategie dienen. Obwohl Festgeld nicht die höchsten Renditen bietet, trägt es zur Risikostreuung bei und schützt vor Marktschwankungen. Zudem ist es durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt, sodass das Ausfallrisiko äußerst gering ist.
Festgeld im Check: Vor- und Nachteile
Ein großer Nachteil ist im Vergleich zum Tagesgeld die feste Laufzeit. Vor Ablauf kann in der Regel nicht auf das Geld zugegriffen werden. Daher eignet sich Festgeld nicht als Notreserve. Sparer sollten nur Geld anlegen, das sie während der Laufzeit nicht benötigen. Eine Ausnahme sind hybride Produkte wie Flexgelder, die einen vorzeitigen Zugriff erlauben. Hier sind die wichtigsten Vor- und Nachteile:
Vorteile
- Sicherheit: Feste Zinssätze und Einlagensicherung bieten hohe Sicherheit.
- Planbare Rendite: Zinserträge sind von Anfang an bekannt, was eine genaue Finanzplanung ermöglicht.
- Risikoarm: Im Gegensatz zu Aktien oder Fonds schwankt der Wert nicht.
Nachteile
- Eingeschränkte Liquidität: Während der Laufzeit kein Zugriff auf das Geld.
- Niedrigere Rendite: Potenziell geringere Erträge im Vergleich zu risikoreicheren Anlagen.
- Inflationsrisiko: Bei höherer Inflation sinkt die Kaufkraft des angelegten Geldes.
- Zinsänderungsrisiko: Steigen die Zinsen nach Abschluss, liegt das Geld zu schlechteren Konditionen fest.
Treppenstrategie: Risiken reduzieren
Mit der Treppenstrategie lassen sich einige Nachteile des Festgelds abmildern. Dabei verteilt der Anleger den Gesamtbetrag auf mehrere gleich große Teile mit unterschiedlichen Laufzeiten, zum Beispiel 1, 2, 3, 4 und 5 Jahre. Jedes Jahr wird eine Stufe fällig, die dann wieder in die längste Laufzeit reinvestiert wird. So haben Sparer regelmäßig Zugriff auf einen Teil ihres Geldes, was bei ungeplanten Ausgaben hilft. Zudem wirkt die Strategie dem Zinsänderungsrisiko entgegen, da freiwerdende Summen bei steigenden Zinsen höher verzinst angelegt werden können.
Festgeldkonto finden und eröffnen
Ein Festgeldkonto lässt sich online in wenigen Minuten eröffnen. Vorher sollten Sparer jedoch Angebote vergleichen. Hier einige Tipps:
Festgeldkonto finden
- Vergleichsportale und Rechner nutzen: Portale wie Check24 oder Verivox bieten einen guten Überblick über aktuelle Konditionen.
- Konditionen prüfen: Neben dem Zinssatz sind Mindest- und Höchstanlagesummen, Laufzeit und Einlagensicherung wichtig. Bei ausländischen Banken sollte man die Besteuerung und den Einlagensicherungsschutz prüfen.
- Bewertungen lesen: Erfahrungsberichte auf Trustpilot oder Finanztip geben Aufschluss über die Servicequalität.
Festgeldkonto eröffnen
- Antragsunterlagen ausfüllen: Nach der Auswahl einer Bank die Unterlagen online ausfüllen.
- Identifikationsverfahren: Zur Legitimation ist oft ein PostIdent- oder VideoIdent-Verfahren erforderlich.
- Überweisung der Anlagesumme: Nach erfolgreicher Identifikation das Geld auf das Festgeldkonto überweisen oder per Lastschrift einzahlen.
- Bestätigung und Verwaltung: Die Bank sendet eine Bestätigung; viele bieten Online-Zugang zur Verwaltung.
Wichtige Hinweise zur Einlagensicherung
Die Einlagensicherung schützt Festgelder bis 100.000 Euro pro Kunde im Falle einer Bankeninsolvenz. Banken in der EU müssen Mitglied in einem gesetzlichen Sicherungsfonds sein. Die Erstattung muss innerhalb von sieben Tagen erfolgen. Viele Banken sind zudem Mitglied in freiwilligen Sicherungssystemen, die höhere Summen abdecken können, allerdings ohne Rechtsanspruch. Die Bonität des Landes der Einlagensicherung spielt eine Rolle: Ein finanzstarker Staat kann im Krisenfall unterstützen. Ratings von Agenturen wie Standard & Poor’s, Moody’s und Fitch geben Aufschluss über die Kreditwürdigkeit.
Steuerliche Aspekte
Zinserträge bis 1.000 Euro (bei Ehepaaren 2.000 Euro) pro Jahr sind steuerfrei. Mit einem Freistellungsauftrag bei der Bank werden keine Steuern auf diese Beträge einbehalten. Darüber hinaus fallen 25 Prozent Kapitalertragssteuer plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer an. Über die Anlage KAP in der Steuererklärung können zu viel oder zu wenig gezahlte Steuern korrigiert werden.
Risiken bei Anlagen im Ausland
Festgeldkonten im Ausland locken oft mit höheren Zinsen, bergen aber zusätzliche Risiken: Währungsrisiken bei Fremdwährungen, unterschiedliche Einlagensicherungssysteme und politische oder wirtschaftliche Instabilität. Daher ist eine gründliche Prüfung vor der Anlage unerlässlich.



