In der Malteserstraße in Berlin-Lankwitz wurde der erste Rewe-Supermarkt mit einer Dachfarm eröffnet. Das innovative Konzept bringt frische Salate direkt vom Dach in den Verkauf. Künftig werden hier bis zu 900.000 Salatmischungen pro Jahr auf einer Fläche von fast 3000 Quadratmetern angebaut. Sorten wie Kopfsalat, Römersalat, Lollo Rosso und Easy Leaf Salat gedeihen auf dem Dach. Nur 23 Tage vergehen von der Ernte bis ins Regal oder auf den Teller.
Automatisierter Anbau ohne Erde
Das Berliner Unternehmen ECF Farmsystems betreibt die gläserne Dachfarm und setzt auf einen automatisierten Anbauprozess. Der Salat wächst auf speziellen Trays, die mehrmals täglich mit einer Nährlösung geflutet werden – fast ohne Erde. Abwärme aus dem Markt, eine Wärmepumpe und Regenwasser aus einer Zisterne sorgen für optimale Wachstumsbedingungen. Die tägliche Ernte wird direkt im Markt verarbeitet und verpackt. Von dort beliefert Rewe rund 500 Supermärkte in der Hauptstadtregion.
Nachhaltiges Gebäude aus Holz
Der Markt selbst besteht größtenteils aus Holz, das bewusst sichtbar bleibt und den Charakter der Markthalle prägt. Die modulare Bauweise ermöglicht eine Demontage und Wiederverwendung der Hölzer. Rewe plant bereits weitere Märkte in Holzbauweise in Deutschland. Das Sortiment umfasst über 20.000 Artikel auf etwa 2150 Quadratmetern Verkaufsfläche. Neben der Eigenmarke „Rewe Regional“ bieten 20 regionale Lieferanten wie Candé Natura, Hemme Milch und Mampe Berlin heimische Vielfalt.
Wochenmarkt-Ambiente und frische Spezialitäten
Marktbetreiber Felix Thomas betont: „Neben unserer regionalen Auswahl machen frische Lebensmittel einen großen Teil unseres Sortiments aus.“ Ergänzt wird das Angebot durch viele pflanzliche Produkte und ein großes Convenience-Sortiment. Besonders hervorzuheben sind die hausgemachten Fleisch-, Wurst- und Käsespezialitäten an den Frischetheken. Der Rewe-Markt in Lankwitz setzt damit neue Maßstäbe für nachhaltigen Supermarktbau und urbane Landwirtschaft.



