Eierbetrug in Vechta: 120.000 Eier erschwindelt – zwei Jahre Haft
Eierbetrug: 120.000 Eier erschwindelt – zwei Jahre Haft

Ein 45-jähriger Mann hat vor dem Amtsgericht Vechta eine zweijährige Haftstrafe erhalten, weil er eine Legehennenfarm in Dinklage um 120.000 Eier betrogen hat. Der Fall sorgte für Aufsehen, da der Betrüger über zwei Jahre hinweg regelmäßig große Mengen Eier abholte, indem er vorgab, die Abholung sei mit dem Chef abgesprochen. Der einzige Arbeiter vor Ort schenkte ihm Vertrauen und übergab die Ware, ohne Misstrauen zu schöpfen.

Wie der Betrug aufflog

Der Schwindel flog erst auf, als der reguläre Arbeiter in Urlaub war. Eine Vertretung wurde skeptisch, als der Betrüger erneut auf der Farm erschien. Sie kontaktierte umgehend den Chef des Betriebes, woraufhin die Wahrheit ans Licht kam. Der Angeklagte selbst äußerte sich nicht zu den Vorwürfen und schwieg während des gesamten Verfahrens.

Urteil und Schadenshöhe

Das Gericht verurteilte den 45-Jährigen wegen gewerbsmäßigen Betrugs. Insgesamt wurden 110 Fälle nachgewiesen, bei denen er Eier im Wert von rund 22.000 Euro erbeutete. Die Staatsanwaltschaft hatte eine höhere Strafe gefordert, doch das Gericht entschied sich für zwei Jahre Haft. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig; binnen einer Woche kann Berufung eingelegt werden.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Reaktionen und Folgen

Der Fall zeigt, wie leichtfertig Vertrauen in ländlichen Betrieben ausgenutzt werden kann. Die Landwirte betonten, dass sie künftig strengere Kontrollen bei Abholungen einführen werden. Der Betrüger muss nun mit den Konsequenzen seines Handelns rechnen. Die Polizei warnt vor ähnlichen Maschen und rät zu erhöhter Wachsamkeit.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration