Steuerpflichtige in Mecklenburg-Vorpommern müssen auch weiterhin Geduld mitbringen, wenn sie auf ihren Einkommensteuerbescheid warten. Wie eine aktuelle Erhebung des Bundes der Steuerzahler ergab, beträgt die durchschnittliche Bearbeitungszeit in den Finanzämtern des Landes rund 50 Tage. Dies bedeutet eine leichte Verbesserung um einen Tag im Vergleich zum Vorjahr, dennoch liegt Mecklenburg-Vorpommern im bundesweiten Ranking nur auf dem 13. Platz.
Hessen ist Spitzenreiter, Bremen Schlusslicht
Die kürzeste Wartezeit verzeichnet Hessen mit durchschnittlich etwa 41 Tagen. Das Schlusslicht bildet Bremen mit rund 56 Tagen. Für Nordrhein-Westfalen konnten keine auswertbaren Zahlen ermittelt werden, da die dortige Finanzverwaltung lediglich einen Durchschnitt von 95 Prozent bearbeiteten Erklärungen innerhalb von fünf Monaten angibt. Die Daten basieren auf den Bearbeitungszahlen der im Jahr 2025 eingegangenen Steuererklärungen für das Veranlagungsjahr 2024.
Abweichungen möglich
Der Bund der Steuerzahler weist darauf hin, dass es sich bei den Angaben um Durchschnittswerte handelt, die von den Finanzministerien der Länder mitgeteilt werden. Je nach Bundesland und individuellem Finanzamt können die tatsächlichen Bearbeitungszeiten abweichen. Grundsätzlich gilt: Wer seinen Steuerbescheid möglichst schnell erhalten möchte, sollte seine Erklärung im Frühjahr oder Frühsommer einreichen.
Die Finanzämter in Mecklenburg-Vorpommern haben sich zwar leicht verbessert, liegen aber im Bundesvergleich weiterhin im unteren Drittel. Steuerzahler im Nordosten müssen also weiterhin mit einer Wartezeit von etwa sieben Wochen rechnen, bevor sie Klarheit über ihre Steuerrückzahlung oder Nachzahlung haben.



