US-Investor Castlelake prüft Übernahme von Easyjet
Der britische Billigflieger Easyjet steht im Fokus des US-Investors Castlelake, der über eine mögliche Übernahmeofferte nachdenkt. Die Aktie des Unternehmens reagierte am Montag mit einem deutlichen Kursanstieg von rund zehn Prozent und erreichte ein Hoch seit Anfang März. Der Verwaltungsrat von Easyjet betonte, dass man jedes Angebot sorgfältig prüfen werde, um den Wert für die Aktionäre zu maximieren.
Hintergründe der Übernahmespekulationen
Castlelake hatte am vergangenen Freitag bestätigt, dass man eine Übernahme von Easyjet erwäge. Die Gespräche befänden sich jedoch noch in einem frühen Stadium. Easyjet selbst erklärte, dass es bisher weder direkte Gespräche mit Castlelake gegeben habe noch ein konkretes Angebot vorliege. Der Aktienkurs des Unternehmens sei zuletzt aufgrund der angespannten Lage im Nahen Osten und deren Auswirkungen auf das Verbrauchervertrauen sowie die Treibstoffkosten unter Druck geraten.
Die Billigfluggesellschaft pocht auf möglichst gute Konditionen für ihre Aktionäre. Der Verwaltungsrat sei sich seiner Aufgabe bewusst, den Wert für die eigenen Anteilseigner zu maximieren. Sollte Castlelake ein Angebot vorlegen, werde man dieses gründlich analysieren und bewerten.
Reaktion des Aktienmarktes
Die Ankündigung der möglichen Übernahme sorgte an der Londoner Börse für positive Impulse. Die Easyjet-Aktie stieg kurz nach Handelsbeginn um rund zehn Prozent und notierte auf dem höchsten Stand seit Anfang März. Analysten sehen in der Entwicklung eine Chance für Anleger, auch wenn die Unsicherheit über den Ausgang der Gespräche noch groß ist.
Easyjet ist einer der führenden Billigflieger in Europa und betreibt ein dichtes Streckennetz vor allem innerhalb des Kontinents. Eine Übernahme durch Castlelake könnte strategische Neuausrichtungen mit sich bringen, doch bisher ist unklar, ob es tatsächlich zu einer Offerte kommt.
Die Nachricht stammt ursprünglich von der dpa und wurde für diesen Artikel aufgearbeitet.



