Chemnitzer Anlagenbauer STC Spinnzwirn beantragt Insolvenzverfahren
STC Spinnzwirn: Insolvenzverfahren beantragt

Der Chemnitzer Maschinen- und Anlagenbauer STC Spinnzwirn GmbH kämpft mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Grund sind rückläufige Auftragseingänge, die das Unternehmen in eine Schieflage gebracht haben. Wie das Unternehmen mitteilte, wurde beim Amtsgericht Chemnitz ein Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das Gericht Rechtsanwalt Joachim Voigt-Salus von der Kanzlei Voigt Salus.

Hintergrund der Krise

Das Unternehmen beschäftigt rund 140 Mitarbeiter. Deren Löhne und Gehälter sind für Mai, Juni und Juli durch das Insolvenzgeld der Agentur für Arbeit gesichert. Der Geschäftsbetrieb läuft während des vorläufigen Verfahrens uneingeschränkt weiter. Mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens rechnet das Unternehmen zum 1. August.

Als Hauptgründe für die wirtschaftliche Krise nannte der vorläufige Insolvenzverwalter schwache Auftragseingänge, geopolitische Unsicherheiten und eine anhaltende Investitionszurückhaltung. Besonders betroffen sei der arabische Raum, wo gestiegene Rohstoffkosten zu deutlichen Rückgängen bei Umsatz und Ergebnis geführt hätten. Außergerichtliche Maßnahmen hätten den zunehmenden Liquiditätsdruck nicht ausreichend abfedern können.

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Sanierung als Ziel

Joachim Voigt-Salus erklärte: „Der Kern des Unternehmens ist gesund. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit allen Beteiligten eine langfristige Lösung für das Unternehmen zu entwickeln – sei es im Wege einer Sanierung innerhalb der bestehenden Struktur oder durch eine übertragende Sanierung.“

Historische Wurzeln

Die STC Spinnzwirn GmbH blickt auf eine lange Geschichte zurück. Das Unternehmen wurde 1866 gegründet und hat sich über Jahrzehnte zu einem spezialisierten Anbieter im internationalen Maschinen- und Anlagenbau entwickelt. Die Produkte des Chemnitzer Unternehmens werden weltweit eingesetzt.

Der vorläufige Insolvenzverwalter betonte, dass alle Beteiligten an einer Lösung arbeiten. Der Geschäftsbetrieb laufe stabil weiter, und man sei zuversichtlich, das Unternehmen nachhaltig zu restrukturieren. Die nächsten Schritte werden in den kommenden Wochen mit den Gläubigern und der Belegschaft abgestimmt.

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