SpaceX strebt Rekordbörsengang mit minimalen Gebühren an
Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX verhandelt mit Wall-Street-Banken über außergewöhnlich niedrige Gebühren für den anstehenden Börsengang. Insidern zufolge will der Konzern weniger als 0,75 Prozent der angestrebten 75 Milliarden Dollar als Provision zahlen. Das wäre ein Bruchteil der üblichen Sätze.
Banken verdienen trotzdem Milliarden
Obwohl die Gebühren so niedrig sind, könnten die beteiligten Institute insgesamt rund 500 Millionen Dollar einnehmen – eines der höchsten Honorare, die jemals für die Begleitung eines Börsengangs gezahlt wurden. Die federführenden Banken Goldman Sachs und Morgan Stanley erhalten den Löwenanteil, während sich die restlichen 21 Banken die verbleibende Summe teilen. Diese Zahlen beziehen sich auf die Grundgebühr; leistungsabhängige Boni kommen noch hinzu.
Üblicherweise verlangen Investmentbanken bei Börsengängen vier bis sieben Prozent Provision, insbesondere bei Transaktionen unter einer Milliarde Dollar. Bei sehr großen Emissionen sinkt der Satz zwar, liegt aber meist über einem Prozent. SpaceX unterbietet diese Marke deutlich.
Die Unternehmen SpaceX, Goldman Sachs und Morgan Stanley haben bisher keine Stellungnahme zu den Verhandlungen abgegeben. Der Börsengang soll noch in diesem Monat stattfinden.



