Mileis Vision eines Silicon Valley in Argentinien
Der argentinische Präsident Javier Milei verfolgt einen ehrgeizigen Plan: Er will Argentinien zu einem Zentrum für Künstliche Intelligenz (KI) machen und damit die mächtigsten Investoren der Tech-Welt anlocken. Besonders im Fokus steht der Tech-Visionär Peter Thiel, Mitgründer von PayPal und Palantir, der als Trendsetter für weitere nordamerikanische Hightech-Milliardäre gelten könnte.
Maßgeschneiderte Gesetze für Tech-Unternehmen
Die argentinische Regierung kommt den Vorstellungen von Investoren wie Thiel mit maßgeschneiderten Gesetzesvorschlägen entgegen. Diese sehen vor, dass die Technologie völlig unreguliert bleibt, Unternehmen nur beschränkt für Fehler der KI haftbar sind und von niedrigen Steuern profitieren. Es ist eine Vision, die sowohl dem libertären Milei als auch Thiel gefallen dürfte.
Handels- und Investitionsabkommen mit den USA
Im Februar 2026 unterzeichneten Washington und Buenos Aires ein umfassendes Handels- und Investitionsabkommen. Es regelt den digitalen Handel, grenzüberschreitende Datenflüsse, Cybersicherheitskooperation und den Schutz amerikanischer Technologieunternehmen. Dieser Schritt ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg, Argentinien zu einem Rückzugsort für Tech-Milliardäre zu machen, die nach einem Staat suchen, der ihnen wenige regulatorische Vorgaben macht und möglichst geringe Steuern eintreibt.
Die Initiative ist ambitioniert, aber nicht ohne Risiken. Kritiker befürchten, dass die weitgehende Deregulierung zu Lasten von Verbraucherschutz und Arbeitsrechten gehen könnte. Dennoch bleibt Milei entschlossen, Argentinien als Standort für Innovation und Technologie zu positionieren.



