Kuriose Geschäfte der Superreichen: Warum Elon Musk mit SpaceX Bananen verkauft
Raketen, Luxusmode, Militärtechnik – und plötzlich auch Pasta, Stoff-Bananen und Kinderautos: Superreiche und Tech-Milliardäre machen zunehmend Geschäft mit Fanartikeln und Alltagsprodukten. Vom 15-Euro-Spaghetti-Paket bis zum 1300-Euro-Kinder-Cybertruck können jetzt auch Normalverdiener ein Stück ihrer Markenwelt kaufen. Wir zeigen die kuriosesten Beispiele.
Elon Musks SpaceX-Bananen
Elon Musk bietet auf der Seite seines Raumfahrtunternehmens SpaceX unter anderem Flüge ins All an – geschätzter Preis 50 Millionen Dollar pro Platz. Im Shop gibt es Angebote für den kleineren Geldbeutel: neben T-Shirts und Rucksäcken auch Stoff-Bananen. Die Frucht gilt im Internet als scherzhafte Maßeinheit, soll die gigantische Größe der Starship-Rakete verdeutlichen. „For scale“ – auf Deutsch: zum Größenvergleich. Eine Banane kostet im SpaceX-Shop 30 Dollar (rund 26 Euro).
Cybertruck für Kinder
Wer sich den echten Cybertruck nicht leisten kann: Tesla verkauft auch eine Kinder-Version des futuristischen Elektro-Pick-ups – mit bis zu 16 km/h, LED-Lichtern und rund 19 Kilometern Reichweite. Eine Abdeckplane gibt es extra für 95 Dollar (rund 82 Euro). Elon Musk (54), mit rund 700 Milliarden Euro Vermögen reichster Mensch der Welt, verdient auch an Merchandise. Der Cybertruck mit 500-Watt-Motor soll für Kinder von 6 bis 12 Jahren geeignet sein und kostet 1500 Dollar (knapp 1300 Euro). Auch aus Holz gibt es den Cybertruck mit Mini-Laster. Kosten: 60 Dollar (rund 52 Euro). Bisschen Würze fürs Leben: Im Tesla-Shop bekommt man diesen Salz- und Pfefferstreuer für 65 Dollar (knapp 56 Euro).
Neuer BMW-Chef verkauft Holzmöbel
Der neue BMW-Chef Milan Nedeljković hat 1996 in Serbien das Holzmöbelgeschäft „Rast“ gegründet, um nach dem Jugoslawienkrieg Arbeitsplätze zu schaffen. Die Firma wirbt mit Slogans wie „100 % deutsche Qualität“ und gehört ihm noch heute. Das Bett „Catania“ gibt es bei „Rast“ in Eiche, Esche, Buche, Kirsche und Walnuss. Preise werden nur auf Anfrage mitgeteilt.
GameBoy aus Drohnen-Metall
Das Rüstungs-Start-up Anduril von Palmer Luckey hat gerade erst einen 20-Milliarden-Dollar-Auftrag des Pentagons ergattert. Im Shop des Unternehmens gibt es unter anderem einen Retro-Gameboy, Drohnen-Aufkleber und T-Shirts zu kaufen. Palmer Luckey (33) baut mit seinem Start-up Anduril Drohnen und autonome Waffensysteme. Im Shop verkauft er auch Hemden mit Blumenmuster. Der limitierte Anduril-GameBoy ist aus derselben Metall-Legierung wie die Kamikaze-Drohnen des Rüstungskonzerns. Trotz Kritik daran und einem Preis von 350 Dollar (rund 300 Euro) ist er zurzeit ausverkauft. Das „Don’t Work at Anduril“-Shirt (dt. Arbeite nicht bei Anduril) kostet 45 Dollar (knapp 39 Euro) – ist aber ausverkauft. Unter Produkt-Info steht übrigens als weiterer Gag: „Kauf nicht dieses limitierte T-Shirt.“
Spaghetti von Dolce&Gabbana
Die Luxus-Mode-Marke Dolce & Gabbana verkauft in ihrem Online-Shop unter anderem auch Pasta (ab 15 Euro), süße Aufstriche (48 Euro) und Espresso-Kocher (110 Euro). Die Designer Stefano Dolce und Domenico Gabbana verkaufen neben Luxus-Mode auch Bedarf für den Haushalt. Die Spaghetti in der Dose kosten 15 Euro. Der Espresso-Kocher im Dolce&Gabbana-Majolika-Muster ist von der Firma Bialetti. Auch Textmarker von Stabilo tragen Dolce&Gabbana. Das 4er-Set kostet 19,95 Euro.
Hüftgold von Modedesigner Armani
Eigentlich verboten für jeden, der in die Designerklamotten von Giorgio Armani passen will: Das italienische Luxus-Modehaus vertreibt unter dem Namen „Armani Dolci“ Pralinen mit Logo. Giorgio Armani, der vergangenes Jahr verstorben ist, hier im Jahr 2019 mit den Schauspielerinnen Cate Blanchett und Julia Roberts. Das Hüftgold gibt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen und Größen. Die Box mit vier Pralinen kostet 19,50 Euro.
Arbeits-Chic von Palantir
Das US-Technologieunternehmen Palantir gilt als umstritten, unter anderem wegen der Zusammenarbeit mit der US-Abschiebebehörde ICE. Ob die neuesten Palantir-Produkte zur Image-Politur dienen, ist nicht klar, aber der Tech-Konzern macht jetzt auch in Mode. Im Webshop gibt es den „Chore Coat“ im Stil der französischen Arbeiterjacke für bescheidene 239 Dollar. Laut „New York Times“ wollte die Firma bewusst Merchandise entwickeln, das nicht wie „langweilige Firmen-Polos“ aussieht. Scheint geklappt zu haben: Die Jacke ist ausverkauft. Steht wegen verschiedener Aussagen, unter anderem der Forderung, US-Techunternehmen sollten KI-Waffen entwickeln, in der Kritik: Palantir-CEO Alex Karp (58). Der „Chore Coat“ von Palantir erinnert an eine DDR-Arbeitsjacke. Das gute Stück gibt es in Blau und Schwarz. Auch Basecaps werden verkauft. Kostenpunkt 65 Dollar (knapp 56 Euro).



