Der geplante Börsengang des Rüstungskonzerns KNDS (Krauss-Maffei Wegmann und Nexter) hat eine grundsätzliche Debatte neu entfacht: Sollte der Staat sich an Unternehmen beteiligen? Die Antwort ist ein klares Nein. Staatliche Beteiligungen führen oft zu Ineffizienz und mangelnder Wettbewerbsfähigkeit. Der Staat sollte sich auf seine Kernaufgaben konzentrieren und nicht als Unternehmer agieren.
Die Risiken staatlicher Beteiligungen
Staatliche Beteiligungen bergen erhebliche Risiken. Zum einen können politische Entscheidungen die Unternehmensführung beeinflussen, was zu suboptimalen wirtschaftlichen Ergebnissen führt. Zum anderen fehlt es dem Staat oft an der nötigen Expertise, um in dynamischen Märkten wie der Rüstungsindustrie zu bestehen. Ein Beispiel ist die Geschichte von KNDS selbst: Das Unternehmen ist ein Zusammenschluss deutscher und französischer Staatsbetriebe, der immer wieder unter politischen Spannungen leidet.
Wettbewerbsnachteile durch staatliche Einmischung
Wenn der Staat Aktionär ist, wird er häufig versuchen, Arbeitsplätze zu sichern oder politische Ziele durchzusetzen, statt auf Profitabilität zu achten. Das kann zu Wettbewerbsnachteilen führen. Private Investoren hingegen verfolgen klare Renditeziele und treiben so die Effizienz voran. Der Börsengang von KNDS wäre eine Chance, das Unternehmen aus der staatlichen Umklammerung zu lösen und es fit für den internationalen Wettbewerb zu machen.
Die Rolle des Staates in der Wirtschaft
Der Staat sollte sich auf die Schaffung guter Rahmenbedingungen konzentrieren: stabile Rechtsordnung, funktionierende Infrastruktur, Bildung und Forschung. In diesen Bereichen kann er mehr bewirken als durch direkte Unternehmensbeteiligungen. Die Geschichte zeigt, dass privatwirtschaftlich geführte Unternehmen oft innovativer und erfolgreicher sind als Staatsbetriebe. Daher ist es richtig, dass der Bund bei KNDS nicht einsteigt.
Fazit: Finger weg von Aktien
Der Staat sollte sich nicht an Unternehmen beteiligen, auch nicht an strategisch wichtigen wie Rüstungskonzernen. Die Risiken überwiegen die Vorteile bei weitem. Stattdessen sollte der Staat seine Rolle als Regulierer und Förderer wahrnehmen. Der Börsengang von KNDS ist eine Gelegenheit, dies zu demonstrieren.



