ILA 2026: Proteste, Kanzlerbesuch und Kampfjet-Shows in Berlin
ILA 2026: Proteste, Kanzlerbesuch und Kampfjet-Shows

Auftakt der ILA 2026: Zwischen Protest und Hightech

Die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) 2026 in Berlin begann am Donnerstag mit turbulenten Szenen. Während Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) die Messe eröffnete, sorgten Klimaaktivisten mit Klebe-Aktionen für Aufsehen. Gleichzeitig begeisterten Kampfjet-Shows und Technik-Highlights die Besucher.

Kanzlerbesuch und Sicherheitsvorkehrungen

Bundeskanzler Friedrich Merz besuchte die ILA am Eröffnungstag und ließ sich unter anderem einen Jubiläumsflieger der Lufthansa, einen Airbus A320neo, zeigen. Die Sicherheitsvorkehrungen waren hoch, nachdem Proteste angekündigt worden waren. Merz betonte in seiner Rede die Bedeutung der Luftfahrtindustrie für den Wirtschaftsstandort Deutschland.

Klebe-Proteste der Klimaaktivisten

Bereits am Morgen hatten Aktivisten der Gruppe „Letzte Generation“ mehrere Eingänge blockiert, indem sie sich auf der Fahrbahn festklebten. Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an und löste die Blockaden nach und nach auf. Die Aktivisten forderten ein sofortiges Ende der Subventionen für die Luftfahrtbranche und mehr Investitionen in die Bahn.

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Flugshows und Technik-Highlights

Trotz der Proteste lockte die ILA mit einem spektakulären Programm. Kampfjets des Typs Eurofighter und F-35 zeigten atemberaubende Manöver am Himmel über dem Flughafen Berlin Brandenburg. Auch zivile Maschinen wie der Airbus A350 und die Boeing 787 waren zu sehen. Ein Highlight war die Präsentation des neuen elektrischen Flugtaxis von Volocopter.

Ausverkaufte Tickets und Rekordbeteiligung

Die Veranstalter vermeldeten, dass alle Tickets für die öffentlichen Tage bereits ausverkauft seien. Insgesamt werden rund 250.000 Besucher erwartet. Die Zahl der Aussteller stieg im Vergleich zur letzten ILA um 15 Prozent auf 1.100 Unternehmen aus über 50 Ländern.

Branche im Aufwind

Die Luftfahrtbranche zeigt sich nach den Krisenjahren wieder optimistisch. Laut Branchenverband BDL liegen die Auftragsbücher voll, und die Produktion soll in den nächsten Jahren deutlich gesteigert werden. Allerdings bleibt der Fachkräftemangel eine große Herausforderung.

Reaktionen aus Politik und Gesellschaft

Während die Wirtschaftsverbände die Messe als wichtiges Signal für die Branche lobten, kritisierten Umweltverbände die Ausstellung als „Klimakiller-Show“. Die Grünen forderten eine stärkere Förderung von nachhaltigen Treibstoffen und alternativen Antrieben. Die ILA läuft noch bis Sonntag.

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