Der Schock bei Lok Leipzig sitzt tief: Nach dem überraschenden Rückzug von Erfolgstrainer Jochen Seitz (49) hat nun auch sein Co-Trainer Nico Wegmann (31) den Verein verlassen. Wegmann war für die Analyse und Spielvorbereitung verantwortlich und galt als enger Vertrauter von Seitz.
Pressekonferenz zur Trennung
Sport-Geschäftsführer Toni Wachsmuth informierte auf einer Pressekonferenz über die Hintergründe. Seitz selbst befand sich bereits auf dem Weg in den Urlaub nach Tansania und war nicht anwesend. Wachsmuth betonte: „Zunächst einmal: Danke an Jochen. Es war mir eine absolute Freude, und wir werden zu 1000 Prozent Freunde bleiben.“ Er fügte hinzu: „Den Tag hat keiner kommen sehen. Es war sehr emotional.“
Geheimklausel im Vertrag
Nach Informationen von BILD hatte sich Seitz in seinem neuen Vertrag bis 2028 eine Klausel einbauen lassen, die ihm den Rückzug am Ende dieser Saison ermöglicht, falls der Aufstieg in die 3. Liga misslingt. Diese Klausel nutzte er nun. Seitz will sich in einigen Tagen dazu äußern. Es wird angenommen, dass ihn die letzten Monate viel Energie gekostet haben und die zwei erfolgreichen Jahre kaum zu wiederholen sind.
Bewerbungen für die Nachfolge
Bereits kurz nach Bekanntwerden seines Rückzugs gingen die ersten Trainerbewerbungen bei Lok Leipzig ein. Wachsmuth erklärte: „Da sieht man, welche Strahlkraft Lok Leipzig hat. Der Unterschied zu vor zwei Jahren ist, dass wir der Mannschaft keine Identität geben müssen – wir starten nicht bei Null.“ Der Trainingsstart für die neue Saison in der Regionalliga Nordost ist am 24. Juni. Wachsmuth betonte: „Natürlich hätten wir gern in der 3. Liga gespielt. Aber es wäre ein Fehler, die Regionalliga Nordost kleinzureden. Das ist eine richtig coole Liga.“
Kandidaten für die Trainerposition
Die Fußstapfen, die Seitz hinterlässt, sind groß. Zu den möglichen Kandidaten zählen Sascha Prüfer (Co-Trainer in Halle), der bereits vor Seitz einer der Top-Kandidaten war, sowie Volkan Uluc (zuletzt Jena) und Christian Tiffert (Hansa Rostock II). Die Liste dürfte jedoch noch deutlich länger sein. Wachsmuth versprach: „Wir werden bei allem Zeitdruck eine absolute Sorgfalt bei der Auswahl an den Tag legen.“



