Acht bedeutende See- und Binnenhäfen in Deutschland haben sich zusammengeschlossen und die Allianz „Deutsche Seehäfen“ gegründet. Dies gab der Hafenbetreiber Niedersachsen Ports (NPorts) bekannt. „Die deutschen Häfen stehen vor gewaltigen Transformationsaufgaben“, erklärte Holger Banik von NPorts. „Diese können wir nur gemeinsam mit Bund und Ländern bewältigen.“
Mitglieder der neuen Allianz
Der Allianz gehören neben NPorts die Hamburg Port Authority, Bremenports, Rostock Port, Lübeck Port Authority, Brunsbüttel Ports, Seehafen Kiel sowie der Duisburger Hafen an. Diese Häfen repräsentieren ein breites Spektrum von der Nordsee bis ins Binnenland und decken sowohl See- als auch Binnenhäfen ab.
Ziele und Forderungen der Hafenbetreiber
Die Allianz versteht sich als gemeinsame Ansprechpartnerin für Bund und Länder bei den Herausforderungen der kommenden Jahre. Dazu zählen die Energiewende, die Modernisierung der Infrastruktur sowie steigende Anforderungen an Resilienz und Sicherheit. Die Hafenbetreiber wollen erreichen, dass die Häfen als Infrastruktur von nationaler Bedeutung anerkannt werden. Sie fordern eine stärkere finanzielle Beteiligung des Bundes, insbesondere bei Investitionen in Energie, Sicherheit und Infrastruktur. Zudem setzt sich die Allianz für schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren ein.
Handlungsdruck und Modernisierungsbedarf
Die Häfen stehen unter erheblichem Druck: Der Modernisierungsbedarf beläuft sich nach eigenen Berechnungen auf rund 15 Milliarden Euro. Die Allianz plant, ihre Positionen erstmals am 10. Juni um 18:30 Uhr in der Hamburger Landesvertretung in Berlin vorzustellen. Mit dem Zusammenschluss erhoffen sich die Betreiber eine stärkere Stimme in der Politik und eine bessere Koordination der gemeinsamen Interessen.



