Das Lausitzer Energieunternehmen Leag stellt zwei Gasturbinenkraftwerke für den Fall von Engpässen am deutschen Strommarkt bereit. Die Anlagen in Thyrow (Landkreis Teltow-Fläming) und Ahrensfelde (Landkreis Barnim) werden ihre gesicherte Reserveleistung von insgesamt 270 Megawatt für zwei weitere Jahre – von Oktober 2026 bis Ende September 2028 – zur Verfügung stellen, wie das Unternehmen mitteilte.
Erfolgreiche Teilnahme an Ausschreibung
Die Leag habe sich erfolgreich an der Ausschreibung für die vierte Phase der deutschen Kapazitätsreserve beteiligt. Das bedeutet, dass die Standorte nur dann einspringen, wenn die Versorgungssicherheit mit Strom gefährdet ist. Die Kraftwerke südlich und nordöstlich von Berlin sollen ausschließlich auf Anforderung des Übertragungsnetzbetreibers 50Hertz Transmission in „außergewöhnlichen und nicht vorhersehbaren Situationen“ eingesetzt werden.
Einsatz bei Angebotslücken und Blackout-Gefahr
„Dieser Fall tritt ein, wenn das Angebot auf dem Großhandelsmarkt für Strom nicht ausreicht, um die gesamte Stromnachfrage zu decken“, erläuterte die Leag. Das Gasturbinenkraftwerk Thyrow stehe zudem im Fall eines Blackouts für einen notwendigen Netzwiederaufbau zur Verfügung. Die Kapazitätsreserve wird seit dem Winterhalbjahr 2020/2021 gebildet.
Mit dieser Maßnahme trägt die Leag dazu bei, die Stromversorgung in Deutschland auch in kritischen Situationen stabil zu halten. Die beiden Kraftwerke sind ein wichtiger Bestandteil der nationalen Energiereserve und bieten eine zusätzliche Sicherheit für das Stromnetz.



