Früher drehte er Sketche für YouTube, heute reißen sich große Filmstudios um ihn. Regie-Newcomer und YouTuber Curry Barker (26) soll ein Angebot über zehn Millionen Dollar (umgerechnet 8,6 Millionen Euro) für seinen nächsten Film erhalten haben – obwohl er die Idee dafür noch nicht einmal vorgestellt hat.
Der Grund für den Hype: „Obsession – Du sollst mich lieben“
Barkers Horrordebüt auf der großen Kinoleinwand entstand mit einem Budget von weniger als einer Million Dollar. Seit dem Start im Mai spielte das Werk weltweit ein Vielfaches seiner Kosten wieder ein – bislang sind es über 150 Millionen Dollar. In Deutschland soll der Film am 25. Juni anlaufen. In „Obsession – Du sollst mich lieben“ wünscht sich Bear (Michael Johnston, 30) mithilfe eines angeblich magischen Gegenstands die Liebe von Nikki (Inde Navarrette, 25) – mit bösen Folgen.
Warum Horror so profitabel ist
Dabei gilt Horror als eines der profitabelsten Genres. Denn: Angst ist günstig zu produzieren. Statt teurer Spezialeffekte reichen eine starke Idee, Atmosphäre, Ton, Licht und Inszenierung. So sorgen Mini-Budgets mit wenig Risiko oft für Millionengewinne.
10-Millionen-Budget für „Obsession“-Macher
Laut Hollywood Reporter bot zuletzt ein nicht näher genanntes Studio Barker einen Vertrag über zehn Millionen Dollar für sein nächstes Originalprojekt an. Und das, obwohl weder ein Drehbuch noch eine konkrete Handlung auf dem Tisch liegt. Insider halten sogar einen Bieterwettstreit für möglich, der die Summe auf bis zu 20 Millionen Dollar hochtreiben könnte.
Barkers Vertrag mit Universal Pictures
Ganz so einfach wird der Deal allerdings nicht. Barker – der schon als Kind eigene Kurzfilme drehte – hat bereits einen speziellen Vertrag mit Universal Pictures – genauer gesagt: deren Tochterstudio Focus Features. Das heißt: Bevor andere Studios zuschlagen können, hat Universal das Vorrecht, über sein nächstes Projekt zu verhandeln. Erst wenn die Verantwortlichen dort ablehnen, ist der Weg für die Konkurrenz frei.
YouTube als Trainingscamp für Hollywood
Für Barker kommt der Wirbel trotzdem zur rechten Zeit. Sein nächster Film ist abgedreht. Der Horror-Komödien-Mix „Anything But Ghosts“ befindet sich aktuell in der Nachbearbeitung. Mit dabei sind bekannte Namen wie Aaron Paul (46, „Breaking Bad“) und Bryce Dallas Howard (45, „Jurassic World“). Außerdem wird der Newcomer für weitere Horrorprojekte gehandelt.
Der Fall ist typisch für einen Wandel in Hollywood: Immer häufiger schaffen Kreative den Sprung von YouTube auf die Leinwand. Barker gilt als Aushängeschild dieser neuen Generation.



