Heidelberger Druck: Verteidigungstechnik als neues Standbein
Heidelberger Druck setzt auf Verteidigungstechnik

Der Maschinenbauer Heidelberger Druckmaschinen treibt den Ausbau alternativer Geschäftsfelder zum wachstumsschwachen Kerngeschäft voran. Das Rüstungsgeschäft werde neben dem Angebot von Ladetechnik für Elektromobilität ein weiteres Standbein, erklärte das Unternehmen aus Heidelberg am Mittwoch.

Joint Venture Onberg für Drohnenabwehr

So werde das Joint Venture Onberg von Heideldruck und dem US-israelischen Technologieunternehmen Ondas Drohnenabwehrsysteme vertreiben und später in Serie im industriellen Maßstab produzieren. Bei der am Mittwoch beginnenden Luftfahrtmesse ILA in Berlin werde Onberg eine Absichtserklärung zur möglichen Zusammenarbeit mit einem ukrainischen Unternehmen zu Drohnentechnik bekannt geben.

Strategische Neuausrichtung

Vorstandschef Jürgen Otto will das Traditionsunternehmen mit seiner Kompetenz im komplexen Maschinenbau als „leistungsstarkes Hightech-Unternehmen mit nachhaltig steigender Ertragskraft“ positionieren. „Wir haben die strategische Weiterentwicklung von Heidelberg in den vergangenen Monaten deutlich beschleunigt und unser Profil als technologieorientiertes Hightech-Unternehmen weiter geschärft“, erklärte Otto.

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Herausforderungen im Kerngeschäft

Die Investitionen in die Aktivitäten außerhalb des Kerngeschäfts trugen im Geschäftsjahr 2025/2026 allerdings zum Rückgang der bereinigten operativen Marge um einen halben Prozentpunkt auf 6,6 Prozent bei. Mit dem Iran-Krieg habe sich die Nachfrage nach Druckmaschinen abrupt abgeschwächt, es sei zu Lieferengpässen gekommen. Höhere Energiekosten und Zölle belasteten. Einsparungen beim Personal und andere Effizienzmaßnahmen stützten hingegen das Ergebnis.

Finanzkennzahlen

Mit einem Umsatz von 2,29 Milliarden Euro leicht über Vorjahr verdiente der SDax-Konzern unter dem Strich nur 15 Millionen Euro nach fünf Millionen Euro im Vorjahr. In dem seit April laufenden Geschäftsjahr will Heideldruck einen Umsatz auf Vorjahresniveau erreichen und die Marge spürbar verbessern. Im vergangenen Jahr sank der Auftragseingang um knapp 200 Millionen Euro auf 2,25 Milliarden Euro.

Mehr: Gea-Chef sieht Folgen des Iran-Krieges auch als Chance rtr Mehr Qualität in Ihren Suchergebnissen Bestimmen Sie das Handelsblatt bei Google als Ihre wichtige Nachrichtenquelle.

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