Am 9. November 2025 fand im Berliner Olympiastadion das erste reguläre NFL-Saisonspiel in der Hauptstadt statt. Die Atlanta Falcons trafen auf die Indianapolis Colts, die sich in der Verlängerung mit 31:25 durchsetzten. Doch das Spiel war nicht nur sportlich ein Highlight, sondern auch ein wirtschaftlicher Erfolg.
Studie belegt Millionen-Einnahmen
Eine Studie der Unternehmensberatung „The Sports Consultancy“ zeigt, dass das Mega-Sportereignis insgesamt 74,3 Millionen Euro in die Berliner Kassen spülte. Mehr als 72.000 Zuschauer verfolgten die Partie im Stadion. Bereits vor dem Spiel sorgte das dreitägige American-Football-Festival „NFL Experience Berlin“ am Brandenburger Tor für Euphorie in der Stadt.
Flag Football und soziale Initiativen
Mehr als 30.000 Fans besuchten die „NFL Experience“, über 10.000 probierten aktiv Flag Football aus. Die NFL, die Teams und das Land Berlin brachten über 3.400 junge Menschen aus 125 Berliner Schulen und Jugendorganisationen in NFL Flag Community Clinics, Turnieren und weiteren Aktivierungen zusammen. An 45 Schulen wurden über 250 Pädagogen im Flag Football geschult. In Zusammenarbeit mit den Special Olympics Berlin richtete die NFL ein inklusives Flag-Football-Turnier aus.
Fuad Merdanović, Präsident des American Football Verband Deutschland (AFVD), betonte: „Durch das NFL-Spiel bekommen wir in Zukunft viele Möglichkeiten, den Sport auch in Berlin und Brandenburg weiterzuentwickeln.“ Die NFL knüpfte ihr Gastspiel an die Bedingung, dass sich der Sport strukturell weiterentwickelt. Der Verband erhält 250.000 Euro pro Jahr für die nächsten sechs Jahre, um unter anderem hauptamtliches Personal einzustellen.
Ausgaben der Besucher und Arbeitsplätze
Die Besucher gaben während ihres NFL-Aufenthalts durchschnittlich 373 Euro pro Tag in Berlin aus. Zudem wurden mehr als 400 kurzzeitige Arbeitsplätze durch das NFL-Gastspiel geschaffen. Rund 4,8 Millionen Euro flossen in soziale Initiativen und Sportvereine. 125 Schulen und Jugendorganisationen wurden in Teamaktivitäten einbezogen.
Internationale Aufmerksamkeit
Acht Millionen Zuschauer, darunter 887.000 Deutsche, verfolgten das Duell live im TV. Innensenatorin Iris Spranger sprach von einem „Stück Sportgeschichte“: „Acht Millionen Fans haben weltweit gesehen, wie unsere Sporthauptstadt zu einer perfekten Bühne für ein spannendes Spiel wurde.“
Alexander Steinforth, General Manager der NFL in der DACH-Region, sagte: „Die Premiere in Berlin war ein weiterer Meilenstein in Deutschland und zeigt, dass wir uns etabliert und erfolgreich weiterentwickelt haben.“ Im Rahmen der „NFL International Series“ finden seit 2022 reguläre Saisonspiele in Deutschland statt. Berlin wird 2027 und 2029 erneut Gastgeber sein.



