Die 3. Etappe der Tour de France endete mit einem Sieg des favorisierten Slowenen Tadej Pogačar, während in den Pyrenäen verheerende Waldbrände wüteten. Zehntausende Menschen mussten ihre Dörfer verlassen, doch die Rennleitung entschied, die Etappe wie geplant durchzuführen.
Etappenverlauf und Rennbedingungen
Die 183 Kilometer lange Etappe führte durch das Herz der Pyrenäen, vorbei an Flammenwänden und dichten Rauchschwaden. Die Fahrer trugen Atemschutzmasken, und mehrere Teams forderten einen Abbruch. Dennoch gab die Rennleitung grünes Licht. Pogačar setzte sich im Schlussanstieg nach Cauterets durch und baute seine Gesamtführung aus.
Reaktionen und Kritik
Umweltaktivisten und Anwohner kritisierten die Entscheidung scharf. „Es ist unverantwortlich, die Fahrer und Helfer dieser Gefahr auszusetzen“, sagte ein Sprecher der Umweltschutzorganisation Greenpeace. Die Tour-Organisation verwies auf die Sicherheitsvorkehrungen und die enge Abstimmung mit den Behörden.
Auswirkungen auf das Rennen
Pogačar führt nun mit 45 Sekunden Vorsprung vor dem Dänen Jonas Vingegaard. Die nächste Etappe führt in die Alpen, wo erneut Hitze und Trockenheit erwartet werden. Die Waldbrandgefahr bleibt hoch.



