In der ukrainischen Stadt Cherson setzen Busfahrer und ihre Fahrgäste täglich ihr Leben aufs Spiel. Unter ständigem Drohnenbeschuss durch russische Streitkräfte ist jede Fahrt eine Reise ins Ungewisse – jeder Halt könnte der letzte sein. Dennoch denken die Fahrer nicht ans Aufgeben, wie ein Bericht von Jan Jessen, Politikredakteur der Funke Mediengruppe, zeigt.
Lebensgefahr als Alltag
Maksym, einer der Busfahrer, beschreibt die Situation als extrem angespannt. „Wir wissen nie, ob eine Drohne über uns kreist oder ein Einschlag bevorsteht“, zitiert ihn der Bericht. Die Busse sind oft die einzige Möglichkeit für die Bewohner, sich in der zerstörten Stadt fortzubewegen oder dringend benötigte Güter zu beschaffen. Trotz der Gefahr bleiben die Fahrer im Dienst – aus Pflichtbewusstsein und Solidarität.
Drohnenangriffe auf zivile Ziele
Die Angriffe auf die Busse sind Teil einer gezielten Taktik, die Infrastruktur lahmzulegen. Nach Angaben lokaler Behörden wurden allein in den letzten Wochen mehrere Busse durch Drohnen getroffen, wobei es Verletzte gab. Die Fahrer versuchen, durch ständige Routenänderungen und erhöhte Wachsamkeit das Risiko zu minimieren. Dennoch bleibt die Gefahr allgegenwärtig.
Unerschütterlicher Wille
Trotz der täglichen Todesangst zeigen die Busfahrer eine bemerkenswerte Entschlossenheit. „Wir können die Menschen nicht im Stich lassen“, sagt Maksym. Viele Fahrer haben bereits Freunde oder Kollegen durch die Angriffe verloren, aber der Zusammenhalt in der Gemeinschaft ist stark. Die Busse sind zu Symbolen des Widerstands geworden – sie trotzen dem Krieg und halten das Leben in der Stadt aufrecht.
Der Bericht unterstreicht die dramatische Lage in Cherson, wo die Zivilbevölkerung unter permanentem Beschuss leidet. Die Busfahrer sind Helden des Alltags, die unter extremsten Bedingungen ihren Dienst verrichten.



