Hitzeglocke über Deutschland? Nächste Woche bis zu 40 Grad möglich
Hitzeglocke über Deutschland? Nächste Woche bis 40 Grad

Nach einer kurzen Abkühlung zeichnet sich für die kommende Woche ein erneuter Temperaturanstieg in Deutschland ab. Meteorologen diskutieren, ob die Hitze nur vorübergehend bleibt oder sich zu einer länger anhaltenden Hitzewelle entwickelt. Derzeit dominiert eine Luftmassengrenze das Wettergeschehen, die Deutschland diagonal von Bremen bis Erfurt in zwei Hälften teilt. Während die östliche Seite von kühlen Winden geprägt ist, wird es im Süden und Westen bereits deutlich wärmer.

Kühler Sonntag mit Temperaturtrennung

Wetterexperte Karsten Brandt erklärte gegenüber BILD: „Der Sonntag ist insgesamt wirklich sehr kühl mit Temperaturen teilweise unter 20 Grad. In der Mitte liegen sie bei 15 bis 20 Grad, begleitet von ein bisschen Regen. In Sachsen-Anhalt, Thüringen und teilweise auch bis nach Osthessen bleibt es wechselhaft.“ Nur im Süden und Westen werden bis zu 29 Grad in Köln und Frankfurt sowie 27 Grad in München erreicht. Die Wetterprognose für Sonntag zeigt eine deutliche Temperaturtrennung von Nordwesten nach Südosten.

Verschnaufpause vor dem nächsten Hitze-Hammer

Meteorologe Dominik Jung bestätigte gegenüber BILD: „Aktuell erleben wir eine kurze Verschnaufpause, die Höchstwerte liegen vorübergehend im jahreszeitlich normalen Bereich.“ Doch die nächste Hitzewelle kündigt sich bereits an. Die Berechnungen des europäischen ECMWF-Wettermodells sagen einen deutlichen Temperaturanstieg voraus. Jung erläuterte: „Es rechnet mit einem Azorenhoch, das sich ab 7. Juli über Europa aufbaut und zum Wochenende wieder in Richtung 35 Grad, örtlich an die 40-Grad-Marke treibt.“ Das amerikanische Modell fällt für unsere Breiten noch etwas wärmer aus.

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Fifty-fifty für längere Hitzewelle

Die Wahrscheinlichkeit für eine länger anhaltende Hitzewelle liegt nach Einschätzung der Meteorologen bei etwa 50 Prozent. Jung betonte: „Wir haben eine plausible mögliche Entwicklung, aber noch keine belastbare Prognose.“ Entscheidend ist, ob sich eine sogenannte Hitzeglocke ausbildet. Trockene Böden und aufgeheizte Landmassen könnten diese von unten stützen.

Omega-Muster könnte Heißluft einschließen

Jung führte weiter aus: „Ob sich daraus wieder ein Omega-Muster (ein von zwei Tiefdruckgebieten eingeschlossenes und dadurch sehr stabiles Hoch) mit eingeschlossener Heißluft ergibt, entscheidet sich erst in den nächsten Tagen.“ In der kommenden Woche wird es jedenfalls Tag für Tag wärmer. Ob die große Hitze zurückkehrt oder nur auf Stippvisite mit 35 Grad am Donnerstag und Freitag, bleibt abzuwarten. Auch Kollege Karsten Brandt sieht noch keine klare Tendenz: „Ob die ganz große Wärme zurückkommt, oder nur auf Stippvisite mit 35 Grad am Donnerstag und Freitag zurückkommt, müssen wir abwarten.“ Denn noch besteht die Möglichkeit, dass das Wetter danach kippt und der Rest des Sommers durchwachsen wird.

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