Nato-Generalsekretär Mark Rutte war in den vergangenen zwei Wochen viel unterwegs. Er flog zwischen den Hauptstädten des nordatlantischen Verteidigungsbündnisses hin und her, stets mit einem Lächeln, wenn er auf Staatschefs und Kameras traf. Die Botschaft: Hier läuft alles bestens, alles nach Plan – auch wenn die USA angekündigt haben, ihre Truppenstationierungen in Europa überprüfen zu wollen.
Gipfel in Ankara: Wendepunkt für die Nato?
Rutte empfängt am Dienstag die Bündnispartner in Ankara zum großen Gipfeltreffen. Während die Europäer 2025 beim Gipfel in Den Haag den damals frisch wiedergewählten US-Präsidenten Donald Trump noch hofierten und ihn mit großen Geldversprechen in den eigenen Militärbudgets ruhigstellen wollten, ist ein Jahr später alles anders. Die Appeasement-Politik der Europäer gegenüber Trump ist gescheitert.
Europäer erkennen: Abhängigkeit von Trump ist riskant
In den europäischen Hauptstädten wird endlich verstanden: Die Nato wird sich gänzlich neu strukturieren müssen, wenn sie effektiv bleiben will. Die Europäer müssen die Allianz so umbauen, dass sie nicht mehr von den Gemütslagen eines US-Präsidenten abhängig ist. Trump ist nicht der Koloss, der er sein will – und Europa bemerkt es.



