Kulturstars Wenders und Wecker: Die Mädchen von einst leiden noch immer
Wenders und Wecker: Mädchen von einst leiden noch immer

Kulturstars Wenders und Wecker: Die Mädchen von einst leiden noch immer

Ein Kommentar von Ulrike Knöfel

Wim Wenders, Konstantin Wecker – zwei Namen, die für grosse Kunst stehen. Doch hinter der Fassade der Genies verbirgt sich ein dunkles Kapitel: Junge Frauen wurden als nackte Verfügungsmasse betrachtet. Diese Haltung ist im Kulturbetrieb erschreckend verbreitet. Noch skandalöser ist jedoch, dass die Verantwortlichen ihre Schuld geradezu wegwalzen.

Die Vorwürfe gegen Wenders und Wecker sind nicht neu. Bereits in den 1970er und 1980er Jahren sollen sie ihre Machtposition ausgenutzt haben, um junge Schauspielerinnen und Musikerinnen zu degradieren. Die betroffenen Frauen leiden bis heute unter den Folgen. Sie fühlen sich der Öffentlichkeit ausgeliefert, wie ein Foto von Schauspielerin Kinski im Wenders-Film „Falsche Bewegung“ aus dem Jahr 1975 zeigt.

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Doch statt Verantwortung zu übernehmen, wird oft geschwiegen oder die Taten werden relativiert. Das ist ein Armutszeugnis für die gesamte Branche. Es ist höchste Zeit, dass sich der Kulturbetrieb seiner Verantwortung stellt und die Opfer ernst nimmt.

Die Diskussion um Wenders und Wecker ist symptomatisch für ein System, das Machtmissbrauch begünstigt. Es braucht klare Regeln und eine Kultur des Hinsehens, damit sich solche Vorfälle nicht wiederholen.

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