Countertenor Andreas Scholl, Blockflötistin Dorothee Oberlinger und Cembalistin Olga Watts haben im Raffaelsaal der Sanssouci-Orangerie ein Ausnahmekonzert gegeben. Das Publikum feierte die Künstler nach knapp zwei Stunden mit Ovationen und hätte gerne weitergemacht. Das Barockprogramm „Augen, schöne Lichter“ begeisterte die Zuhörer von Anfang an.
Ein Abend voller barocker Klänge
Das Konzert war Teil der Potsdamer Musikfestspiele und fand im historischen Raffaelsaal statt. Die drei Künstler präsentierten Werke aus dem Barock, darunter Stücke von Georg Friedrich Händel, Johann Sebastian Bach und anderen Meistern. Scholls klarer Countertenor harmonierte perfekt mit Oberlingers virtuosem Blockflötenspiel und Watts‘ einfühlsamem Cembalo.
Bereits nach dem ersten Stück brandete Applaus auf. Die Zuhörer ließen sich von der emotionalen Tiefe und technischen Brillanz der Darbietungen mitreißen. „Es war ein Fest der Sinne“, sagte eine Besucherin nach dem Konzert. „So etwas habe ich noch nie erlebt.“
Herausragende Künstler der Alten-Musik-Szene
Andreas Scholl gilt als einer der bedeutendsten Countertenöre der Gegenwart. Dorothee Oberlinger ist eine international gefeierte Blockflötistin, und Olga Watts zählt zu den gefragtesten Cembalistinnen. Gemeinsam stellten sie ihren herausgehobenen Rang in der Alten-Musik-Szene unter Beweis.
Das Programm „Augen, schöne Lichter“ vereinte Arien, Duette und Instrumentalstücke. Besonders beeindruckend war die Interpretation von Händels „Ombra mai fu“, die das Publikum zu minutenlangem Applaus hinriss. Auch Bachs „Erbarme dich“ aus der Matthäuspassion bewegte die Zuhörer tief.
Ein Konzert, das in Erinnerung bleibt
Der Raffaelsaal bot mit seiner Akustik und Atmosphäre den perfekten Rahmen für das Konzert. Die Künstler nutzten die besondere Raumakustik für feinste dynamische Nuancen. Nach dem offiziellen Ende gab es Zugaben, die den Abend abrundeten.
Die Potsdamer Musikfestspiele haben mit diesem Konzert einmal mehr ihre Bedeutung als Plattform für herausragende Alte Musik unterstrichen. Das Publikum verließ den Saal mit leuchtenden Augen und dem Wunsch nach mehr. „Ein unvergesslicher Abend“, fasste ein Zuhörer zusammen.



