Omar Nhas: Mit „Nhas City Chicken“ zum Internet-Phänomen in Neukölln
Omar Nhas: Mit Hähnchen zum Internet-Star

Berlin-Neukölln, Sonnenallee, ein Freitagmittag um 12 Uhr. Vor einem Eckladen hängen blaue und rote Luftballons, darunter eine Menschenschlange. Vor allem Jungs stehen an, die meisten zwischen 12 und 15 Jahre alt. Sie warten auf Hähnchen von „Nhas City Chicken“ – dem Laden, der dank TikTok zum Internet-Phänomen wurde.

Vom Imbiss zum viralen Hit

Omar Nhas, der Betreiber, ist überrascht vom Erfolg. „Alle sind verrückt nach Chicken“, sagt er im Interview mit dem Tagesspiegel. Die Nachfrage ist enorm: Täglich verkauft er Hunderte Hähnchen, die Schlange reicht oft bis zur nächsten Straßenecke. Sein Geheimnis? „Die Qualität und der Geschmack – und natürlich die Videos.“

Die viralen Clips zeigen Nhas, wie er Hähnchen brät, würzt und in Papiertüten verpackt. Besonders beliebt: Szenen mit lauter Musik und schnellen Schnitten. „Ich filme mit dem Handy, meistens während der Arbeit“, erklärt er. Die Videos erreichen Millionen Aufrufe, viele Kunden kommen extra aus anderen Stadtteilen.

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Warum die Leute Schlange stehen

Nhas betont, dass der Hype nachhaltig ist. „Die Leute stehen wieder Schlange, weil sie wissen, dass es sich lohnt.“ Sein Laden hat sich zu einem Treffpunkt entwickelt, besonders für Jugendliche. „Es ist wie ein kleines Event, wenn man hierherkommt.“

Die Preise sind moderat: Ein ganzes Hähnchen kostet 8,50 Euro. „Ich will, dass sich jeder ein gutes Essen leisten kann“, so Nhas. Die Zutaten bezieht er von regionalen Lieferanten, die Marinade ist sein eigenes Rezept.

Tipps für virale Videos

Auf die Frage, wie man selbst virale Videos dreht, antwortet er: „Authentisch sein, nicht zu viel planen. Die Kamera einfach laufen lassen.“ Wichtig sei auch der richtige Moment: „Wenn die Leute glücklich aussehen und das Essen gut aussieht, dann klicken sie.“

Nhas hat keine Social-Media-Strategie, postet spontan. „Manchmal mache ich ein Video, wenn besonders viel los ist, oder wenn ein Kunde tanzt.“ Die Resonanz ist überwältigend: „Kommentare aus ganz Deutschland, sogar aus dem Ausland.“

Zukunft von Nhas City Chicken

Der Erfolg hat auch Schattenseiten. „Manchmal ist es zu voll, und ich komme mit der Arbeit nicht hinterher“, gesteht Nhas. Er denkt über eine zweite Filiale nach, aber „erstmal will ich hier in Neukölln bleiben.“ Die Community schätzt ihn: „Ohne die Stammkunden wäre das nichts.“

Nhas plant, sein Angebot zu erweitern: „Vielleicht bald auch vegetarische Optionen, aber der Fokus bleibt auf Hähnchen.“ Sein Ziel: „Jeder soll wissen, wo es das beste Hähnchen Berlins gibt.“

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