Von wegen heile Familie: „Good Boy“
Berlin. In der finsteren Filmsatire „Good Boy“ wird ein asozialer Jugendlicher entführt und soll mit drastischen Mitteln zwangsumerzogen werden. Der Film von Regisseur X entlarvt die Illusion der heilen Familie und zeigt eine düstere, aber satirische Perspektive auf Erziehungsmethoden.
Handlung und Kritik
Die Geschichte beginnt mit einem trauten Familienidyll vor dem Fernseher – doch die Idylle trügt. Ein angeketteter Fremdkörper im Raum sorgt für Unbehagen. Der jugendliche Protagonist, ein Außenseiter und Provokateur, wird von einer vermeintlich mustergültigen Familie entführt, um ihn mit fragwürdigen Methoden zu „bessern“. Die Satire nimmt dabei nicht nur die Familie, sondern auch gesellschaftliche Normen aufs Korn.
Peter Zander, Kultur-Redakteur, beschreibt den Film als „finster, aber brillant“. Die drastischen Szenen sollen zum Nachdenken anregen, ohne dabei moralisierend zu wirken. Stattdessen setzt der Film auf schwarzen Humor und überzeichnete Charaktere.
Hintergrund
Der Film feierte seine Premiere auf der Berlinale und sorgte dort für kontroverse Diskussionen. Während einige Kritiker die Schockmomente als übertrieben empfinden, loben andere die mutige Auseinandersetzung mit dem Thema Erziehung und Kontrolle. „Good Boy“ läuft ab dem 5. Juni 2026 in den deutschen Kinos.
Fazit
„Good Boy“ ist keine leichte Kost, aber eine wichtige Stimme im aktuellen Filmdiskurs. Die Satire zeigt, dass die heile Familie oft nur eine Fassade ist – und dass Zwangserziehung niemals eine Lösung sein kann. Ein Film, der lange nachhallt.



