DT-Intendantin Laufenberg: „Das Haus schläft so gut wie nie“
DT-Intendantin Laufenberg: „Das Haus schläft so gut wie nie“

Die Intendantin des Deutschen Theaters in Berlin, Iris Laufenberg, hat in einem Interview mit Felix Müller, Leitendem Redakteur, über die finanzielle Situation des Hauses, ihre Gegenmaßnahmen und die Pläne für die kommende Spielzeit gesprochen. „Das Haus schläft so gut wie nie“, sagte Laufenberg und betonte die kontinuierliche Arbeit trotz der Herausforderungen.

Finanzielle Lage und Sparmaßnahmen

Das Deutsche Theater steht vor erheblichen Schulden. Laufenberg erläuterte, dass die Einsparungen notwendig seien, um die Zukunft des Hauses zu sichern. „Wir müssen jeden Euro zweimal umdrehen“, so die Intendantin. Konkrete Zahlen zu den Schulden nannte sie nicht, verwies aber auf laufende Gespräche mit dem Senat. Die Sparmaßnahmen umfassen unter anderem eine Reduzierung der Neuproduktionen und eine effizientere Nutzung der Ressourcen. „Es geht darum, das Haus für die kommenden Jahre stabil aufzustellen“, fügte Laufenberg hinzu.

Programm der kommenden Spielzeit

Trotz der finanziellen Engpässe präsentierte Laufenberg ambitionierte Pläne für die Spielzeit 2026/27. Geplant sind unter anderem mehrere Uraufführungen und Kooperationen mit internationalen Regisseuren. „Wir wollen unser Publikum mit neuen Perspektiven überraschen“, erklärte die Intendantin. Ein Schwerpunkt liege auf zeitgenössischen Autoren und gesellschaftlich relevanten Themen. Auch die Nachwuchsförderung bleibe ein zentraler Pfeiler: „Wir investieren in die nächste Generation von Theatermachern.“

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Herausforderungen des Theaterbetriebs

Laufenberg betonte, dass der Betrieb des Deutschen Theaters trotz der Sparmaßnahmen auf hohem Niveau weiterlaufe. „Das Haus schläft so gut wie nie“, wiederholte sie und verwies auf die hohe Auslastung und die positive Resonanz des Publikums. Die Intendantin zeigte sich zuversichtlich, dass das Deutsche Theater auch in schwierigen Zeiten ein Ort der kulturellen Begegnung bleibe. „Theater ist mehr als nur Unterhaltung – es ist ein gesellschaftlicher Diskursraum.“

Zukunftsperspektiven

Abschließend skizzierte Laufenberg ihre Vision für die kommenden Jahre: „Wir wollen das Deutsche Theater als offenes Haus etablieren, das für alle Berlinerinnen und Berliner da ist.“ Dazu gehörten auch niedrigschwellige Angebote und verstärkte Bildungsarbeit. Die Intendantin appellierte an die Politik, die Bedeutung der Kultur zu erkennen und entsprechend zu fördern. „Kultur ist keine Luxus, sondern eine Notwendigkeit für eine demokratische Gesellschaft.“

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