Doxumentale am Potsdamer Platz: Drei Streaming-Tipps zu KI, Tanz und Aufräumen
Doxumentale: Drei Streaming-Tipps zu KI, Tanz und Aufräumen

Das mittlerweile dritte Non-Fiction-Film-Festival „Doxumentale“ in Berlin verwandelt den Potsdamer Platz noch bis zum 7. Juni 2026 in einen lebendigen Begegnungsort für Film, Literatur, Podcasts und immersive Medien. Einige Filme aus dem Doxumentale-Streaming-Programm sind noch bis zum 30. Juni 2026 online abrufbar. Insgesamt sind 21 Filme auf der Eventive-Website für jeweils fünf Euro pro Film abrufbar. Man muss jeweils auf das Thumbnail des gewünschten Films klicken. Wir stellen drei besondere Streaming-Angebote aus dem Doxumentale-Programm kurz vor.

1. Doku übers Tanzen: „Omega wants to dance“

Der Film des spanischen Dokumentarfilmers Ramon Tort begleitet Menschen in Asien, Europa, Nord- und Lateinamerika und zeigt, wie Bewegung in unterschiedlichen kulturellen Kontexten Identität, Zugehörigkeit und gesellschaftlichen Wandel sichtbar macht. Persönliche Erfahrungen und kulturelle Perspektiven verdeutlichen, wie Tanz als Mittel der Verbindung und Kommunikation genutzt wird und eröffnen einen Blick auf körperliche, emotionale und soziale Dimensionen des Menschseins. Zusätzliche Vorführungen: 2. Juni, Freilichtkino Rosengarten, Weinbergsweg 13, Mitte, 21 Uhr; 5. Juni, b-ware! Ladenkino, Gärtnerstr. 19, Friedrichshain, 18 Uhr.

2. Doku über KI: „Ghost in the Machine“

„Ghost in the Machine“ von Regisseurin Valerie Veatch beleuchtet die dunkle Seite der KI. Die These des Films: Die Ursprünge künstlicher Intelligenz liegen nicht in Maschinen, sondern in Machtstrukturen – und machen die Fantasien sichtbar, die den Hype um KI bis heute antreiben. In acht eindringlichen Kapiteln folgt der Film den philosophischen, kulturellen und politischen Kräften hinter dem globalen KI-Boom. Er legt verborgene Systeme von Arbeit, Kontrolle und Ausbeutung offen und stellt die Frage, wer diese Technologien entwickelt und zu welchem Preis. Ein vielschichtiger, dringlicher Blick auf Technologie, Verantwortung und unser Verständnis vom Menschsein. In Berliner Kinos: Mittwoch, 3. Juni 2026 um 18 Uhr im b-ware! Ladenkino, Gärtnerstr. 19, Friedrichshain; Donnerstag, 4. Juni 2026 um 21 Uhr im ACUDkino, Veteranenstraße 21, Mitte; Freitag, 5. Juni 2026 um 18.30 Uhr im ACUDkino, Veteranenstraße 21, Mitte – oder im Stream.

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3. Doku über Aufräum-Künstlerin: „Maintenance Artist“

Wer räumt auf, wenn die Party vorbei ist? Die Emmy-preisgekrönte Dokumentarfilmerin Toby Perl Freilich schuf mit „Maintenance Art“ das Porträt einer radikalen Künstlerin, die den Blick auf jene Arbeit richtet, die meist unsichtbar bleibt. In Zusammenarbeit mit der New Yorker Stadtreinigung verbindet Mierle Laderman Ukeles Kunst mit Müllabfuhr und macht Instandhaltung zur künstlerischen Praxis. Archivmaterial und eine spielerische Bildsprache zeichnen ihren performativen Ansatz und ihr ökofeministisches Denken nach. So entsteht ein lebendiges Bild von Fürsorge als politischem Akt – und von der Kraft des Alltäglichen, die unsere Gesellschaft zusammenhält. Zu sehen am 6. Juni um 18 Uhr im Bundesplatz-Kino Berlin; 7. Juni, 21.30 Uhr, Nomadenkino Dx’Lounge, Potsdamer Platz – oder im Stream.

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