Boards of Canada: Ein düsteres Comeback nach 13 Jahren
Die schottische Elektroband Boards of Canada ist bekannt für ihre melancholischen, verzerrten Klänge, die an vergilbte Erinnerungen erinnern. Nun, nach 13 Jahren Stille, erscheint ihr neues Album „Inferno“ – und es ist anders als alles, was sie zuvor gemacht haben.
Eine Band, die die Zeit vergessen lässt
Boards of Canada, bestehend aus den Brüdern Michael Sandison und Marcus Eoin, haben seit ihrem Debüt „Music Has the Right to Children“ (1998) einen Kultstatus erreicht. Ihre Musik, eine Mischung aus verwehten Synthesizern und verhallten Gitarren, erzeugt eine Atmosphäre von Nostalgie und Verlust. Doch „Inferno“ bricht mit dieser Tradition: Die Stücke sind düsterer, intensiver und unmittelbarer. Es ist, als ob die Band plötzlich im Hier und Jetzt angekommen wäre.
Ein Album, das unter die Haut geht
Der Titel „Inferno“ ist Programm: Die Songs sind von einer bedrückenden Gegenwärtigkeit, die fast schmerzhaft ist. Wo früher die Melancholie vorherrschte, regiert nun eine rohe, ungefilterte Emotion. Die Band verzichtet auf die typischen Lo-Fi-Effekte und setzt stattdessen auf klare, aber dennoch verzerrte Klänge. Das Ergebnis ist ein Album, das den Hörer nicht loslässt.
Die Rezeption
Bereits die erste Single, „Colder Still“, wurde von Kritikern gefeiert. Sie zeigt eine Band, die sich neu erfunden hat, ohne ihre Wurzeln zu verleugnen. „Inferno“ ist ein Album, das die Zeit anhält und gleichzeitig in die Zukunft weist. Es ist ein Werk, das man nicht einfach nebenbei hören kann – es fordert Aufmerksamkeit und lässt einen nicht kalt.
Die Veröffentlichung von „Inferno“ markiert einen Wendepunkt für Boards of Canada. Sie beweisen, dass sie auch nach so langer Pause noch relevant und innovativ sind. Für Fans und Neulinge gleichermaßen ist dieses Album ein Muss.



