Emotionales Wiedersehen der „Friends“-Stars
Burbank (Kalifornien) – Ein Treffen voller Emotionen und wunderbarer Erinnerungen an ein Stück Fernsehgeschichte: Die US-Schauspielerinnen Jennifer Aniston (57) und Lisa Kudrow (62) sind seit dem Start der Kultserie „Friends“ vor 32 Jahren eng befreundet. Umso größer war ihre Freude, als sie sich nun trafen, um über vergangene Zeiten zu plaudern.
Der Ort des Treffens war kein gewöhnlicher: Es war das berühmte Studio 24 der Warner-Bros.-Studios in Burbank (Kalifornien). Hier wurde ab 1994 Woche für Woche „Friends“ vor Publikum aufgezeichnet. Und hier dreht Lisa Kudrow derzeit auch die dritte Staffel der Serie „The Comeback“. Rührend: Kudrows Sohn Julian Stern (28), mit dem sie während der „Friends“-Dreharbeiten schwanger war, hat inzwischen selbst eine Rolle in „The Comeback“. Jennifer Aniston ist überzeugt: „Er ist mit ständigem Lachen aufgewachsen.“
Interview mit „Variety“: Geständnisse und Komplimente
Im Interview mit dem US-Branchenblatt „Variety“ plauderten die beiden über alte Zeiten. Kudrow gestand: „Es gab ganze Folgen, die ich noch nicht gesehen hatte. Ich konnte es einfach nicht ertragen, zu Hause zu sitzen und mich von jemandem beim Anschauen einer Serie erwischen zu lassen, in der ich selbst mitspiele. Das wäre mir peinlich gewesen.“ Aniston machte ihr daraufhin ein Kompliment: „So nach dem Motto: ‚Oh, hier bin ich und sehe mir selbst dabei zu, wie brillant und witzig ich bin?‘ Denn das warst du.“ Später holte Lisa Kudrow das jedoch nach: „Ich saß dann oft drei Stunden da, und dann war es zwei Uhr morgens: ‚Ich muss ins Bett! Das ist ja furchtbar!‘ Aber, oh, es hat mich so glücklich gemacht, es zu sehen. Ich mochte das Publikum damals nicht, aber jetzt schon.“
Gedanken zur künstlichen Intelligenz
Das Thema künstliche Intelligenz wird in der Schauspielerei heiß diskutiert. Zu „Friends“-Zeiten gab es noch keine KI. Was denken die Stars darüber? Kudrow: „Ich glaube, wir werden viel darüber lernen, was nicht funktioniert, und dass einige Aspekte davon wirklich hilfreich sein werden. Und ich denke, das Publikum wird einem immer mitteilen, was funktioniert und was nicht.“ Aniston ergänzte: „Ja, das ist absolutes Neuland, und ich denke, wir müssen viel darüber lernen. Es fühlt sich an, als wäre es schon jetzt zu einem riesigen Monster mit 900 Köpfen herangewachsen. Wir wissen einfach noch nicht genug darüber.“
Erinnerungen an Gaststars
Auch an viele Gaststars erinnerten sich die Freundinnen. Aniston: „Brad, Bruce Willis, Julia Roberts. Isabella Rossellini. Wir hatten so viele – Sean Penn. Sie waren immer nervös. Ich fand es immer faszinierend, wie nervös sie waren.“ Die witzigste Erinnerung? Kudrow: „Am lustigsten war die Jubiläumsfeier der Gellers. Alec Baldwin war auch da. Es gab eine Auster.“ Jemand schnippte sie auf den Boden. Kudrow: „Alec sagte: ‚Ich habe ewig am Buffet angestanden. Ich wäre fast auf so einem Riesenpopel ausgerutscht.‘ Er dachte, aus der Nase von jemandem käme ein Popel von der Größe einer Auster!“
Das Interview endete mit einer herzlichen Verabschiedung: Die beiden hielten Händchen und sagten sich „Ich liebe Dich!“.



