ARD-WM-Nacht: Unterhaltsamste TV-Nacht mit Regen-Unterbrechung
ARD-WM-Nacht: Unterhaltsamste TV-Nacht mit Regen

Die ARD hat in der Nacht von Montag auf Dienstag die bisher unterhaltsamste TV-Nacht dieser Fußball-Weltmeisterschaft geboten. Von 21 Uhr bis etwa 3 Uhr deutscher Zeit gab es ein Programm aus Dallas, Köln und Philadelphia, das an den legendären „Torfall von Madrid“ erinnerte, als Günter Jauch und Marcel Reif 1998 mit einer 76-minütigen Unterbrechung Fernsehgeschichte schrieben.

Thomas Müller crasht Schweinsteigers Live-Sendung

Zu Beginn der Nacht sorgte ein unerwarteter Gast für Aufsehen: Während Moderatorin Esther Sedlaczek (40) und Bastian Schweinsteiger (41) beim Spiel Argentinien gegen Österreich (2:0) über Lionel Messi diskutierten, tauchte plötzlich Thomas Müller (36) im Bild auf. Der MagentaTV-Experte war nach einem Einspieler in die ARD-Sendung geplatzt. Sedlaczek erkannte die Situation schnell und ermahnte die beiden Weltmeister: „Wir sind übrigens wieder live drauf!“ Schweinsteiger kommandierte seinen Ex-Kollegen zurück: „Unten durch, nicht dass man Dein Gesicht sieht! Unten durch!“ Müller verschwand daraufhin kriechend aus dem Bild. Der Vorfall wurde als „Gesicht-Gate“ bezeichnet und zeigte die lockere Atmosphäre zwischen den Sendern.

Regen-Unterbrechung von 132 Minuten

Der Höhepunkt der Nacht war die Partie Frankreich gegen Irak (3:0), die wegen eines kreisenden Unwetters zur Halbzeit für ganze 132 Minuten unterbrochen wurde. Zuschauer wurden evakuiert, TV-Reporter mussten als Alleinunterhalter in Schutzfolie agieren. Tom Bartels (60) kommentierte: „Hier blitzt gar nichts mehr!“ Zusammen mit Thomas Hitzlsperger (44) im Stadion sowie Moderator Malte Völz (31), Experte Robin Gosens (31) und Schiedsrichter Lutz Wagner (63) im Kölner Studio blieb die Stimmung gelassen. Statt Hektik gab es einen spontanen Mix aus Humor und Information. Die Runde wurde zu Gewitter-Forschern, Gefahren-Suchern, Rettungsschwimmern, Bierpreis-Analysten und Infantino-Kritikern.

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Dialog der verregneten Nacht

Besonders unterhaltsam war der Dialog zwischen Bartels und Hitzlsperger: Hitzlsperger fragte ironisch: „Wo ist Gianni Infantino, wenn man ihn wirklich braucht?“ Bartels antwortete: „Über Wasser gehen kann er noch nicht. Selbst Infantino kann nicht alles möglich machen – das Wetter kaufen kann er nicht!“ Hitzlsperger ergänzte: „Daran wird er jetzt sicher arbeiten.“ Später scherzte Bartels: „Die FIFA hat entschieden, heute wird es keine Trinkpausen mehr geben!“ Auch Völz trug zur Unterhaltung bei: „Jetzt ist der Fleck auf der Linse wieder da – das ist Wischen impossible!“

Zuschauerzahlen und Fazit

Trotz der langen Unterbrechung blieben von 7,2 Millionen Zuschauern zu Spitzenzeiten am Ende 2,3 Millionen an den Geräten kleben. Das lag an der entspannten Moderation und den kurzweiligen Einlagen. Rausschmeißer war Hitzlsperger mit den Worten: „Es ist Zeit, dass es endlich weitergeht. Sie haben DJ Ötzi aufgelegt …“ Die Nacht wurde als „unterhaltsamste TV-Nacht der WM“ gefeiert und als eine Art Neuauflage des legendären „Torfalls von Madrid“ bezeichnet. Fans, die die Sendung verpasst haben, wird ein Nachguck in der ARD-Mediathek empfohlen.

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