Bares für Rares: Goldtasche erzielt Rekordsumme von 30.000 Euro
Goldtasche bei Bares für Rares: 30.000 Euro erzielt

Bei „Bares für Rares“ sorgte am 24. Juni 2026 eine außergewöhnliche Abendtasche für eine Rekordsumme: 30.000 Euro zahlten die Händler für das Erbstück aus dem Umfeld der Schokoladenfirma Sarotti. Der Verkäufer, Thomas Schmelzer (67) aus Schweinfurt, hatte die Tasche von seiner Familie geerbt. Sie soll im 19. Jahrhundert von einem Firmeninhaber an seine Frau verschenkt worden sein und lag seither ungetragen in einer Dose.

Expertise bestätigt außergewöhnlichen Wert

Die Expertin von „Bares für Rares“ untersuchte die Tasche eingehend und stellte fest: Sie besteht aus Tausenden einzeln verlöteten Goldösen aus Gelbgold, Weißgold und Rotgold, die ein bewegliches Netz mit Zickzack-Muster bilden. Korpus, Kette und Bügel sind aus 585er Gold gefertigt, der Verschluss ist mit zwei cabochonförmig geschliffenen Saphiren besetzt. Die Herstellung datiert die Expertin auf die Jahre zwischen 1925 und 1935.

Der reine Goldwert liegt bei 23.000 Euro. Aufgrund der aufwendigen Handarbeit und der besonderen Optik setzte die Expertin den Schätzpreis auf 26.000 Euro fest – deutlich über dem Wunschpreis des Verkäufers von 20.000 Euro. Im Händlerraum bestätigten die Händler den tadellosen Zustand: Keine losen Ösen, keine sichtbaren Schäden.

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Bieterduell auf hohem Niveau

Das erste Gebot lag bei 25.000 Euro. Es folgte ein Bieterduell, das schließlich bei 30.000 Euro endete. Der Verkäufer nahm das Angebot an. „Die Tasche hat nicht nur einen hohen materiellen Wert, sondern steckt auch voller Familiengeschichte“, so der Verkäufer nach dem Verkauf. Die neue Besitzerin freute sich über das außergewöhnliche Stück.

Weitere Raritäten der Sendung

Neben der Goldtasche wurden am 24. Juni weitere Raritäten angeboten:

  • Historisches Perlencollier mit Naturperlen und Diamant-Splittern: Familienerbstück, ursprünglich ein Hochzeitsgeschenk der Urgroßmutter aus dem Jahr 1893. Expertenschätzung: 1800 bis 2000 Euro.
  • Tischleuchte in Form eines Douglas-DC-3-Flugzeugs: Aus dem Besitz eines verstorbenen Flugzeugliebhabers, vermutlich aus den 1990er-Jahren. Expertenschätzung: 30 bis 50 Euro.
  • Küstenlandschaft-Gemälde von Eduard Spoerer: Ölbild auf Holz aus dem Spätwerk des Künstlers der Düsseldorfer Malerschule. Trotz Restaurierungsproblemen auf 700 bis 800 Euro geschätzt.
  • Antiker Tennisschläger „Ormond London – Eclipse“: Mit Naturdarm-Bespannung, datiert auf 1900 bis 1910, aus Eiche und Hickoryholz. Expertenschätzung: 50 bis 80 Euro.
  • Designer-Kaffeekanne „Suomi“ von Rosenthal: Limitierte Edition von 1979, entworfen von Timo Sarpaneva, Dekor „Lohengrin“ von Ernst Fuchs. Expertenschätzung: 150 bis 200 Euro.

Ob und zu welchen Preisen diese Stücke verkauft wurden, zeigt die heutige Folge von „Bares für Rares“ im ZDF.

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