Jodie Foster: Drehbuch zu „F1“ mit Brad Pitt könnte von KI stammen
Jodie Foster: „F1“-Drehbuch könnte von KI sein

Oscar-Preisträgerin Jodie Foster hat die Vermutung geäußert, dass das Drehbuch zum erfolgreichen Film „F1“ mit Brad Pitt möglicherweise von Künstlicher Intelligenz (KI) verfasst wurde. „Ich meine das nicht abwertend – wie könnte ich auch? Dieser Film hat schließlich Millionen von Dollar eingespielt“, sagte die 63-Jährige bei einem Gespräch auf dem „Aspen Ideas Festival“ über Entwicklungen in der Filmindustrie. Mit einem Lachen fügte sie hinzu: „Aber wenn ich mir einen Film wie 'F1' anschaue, denke ich mir: 'F1' wurde von einer KI gemacht. Oder etwa nicht?“

Fosters Beobachtungen zum Filmaufbau

In dem Gespräch erläuterte die Schauspielerin, die durch Filme wie „Taxi Driver“ bekannt ist, in welchen Bereichen der Filmindustrie KI bereits menschliche Arbeit ersetzt habe. Mit Blick auf den Formel-1-Film erläuterte sie ihren Verdacht: „Ich meine, der Aufbau entsprach genau dem, was man in der Schule lernt. Die Schauspieler sprechen ihre Texte genau so, wie sie geschrieben wären, wenn ein Computer genau das schreiben würde, was für diesen Moment richtig wäre.“

Technologiebeherrschung und Erfolg

Foster mutmaßte, dass es den Machern des Films gelungen sei, „die Technologie so zu beherrschen, dass sie etwas Großes und Schönes geschaffen haben - wobei möglicherweise ein Großteil der Informationen aus anderen Quellen stammt“. In „F1“ spielt Brad Pitt den gealterten Formel-1-Piloten Sonny Hayes, der aus dem Ruhestand geholt wird, um ein erfolgloses Team vor dem Aus zu bewahren. Der Film, der von Formel-1-Superstar Lewis Hamilton co-produziert wurde, war vergangenen Sommer ein Kino-Hit, wurde für vier Oscars nominiert und gewann in der Kategorie bester Ton.

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Debatte um Künstliche Intelligenz in der Filmbranche

Der Einsatz von KI ist in Hollywood umstritten. Zu den Kritikern gehört unter anderem US-Regisseur Steven Spielberg, der nach eigenen Angaben beim Filmemachen darauf verzichtet. „Es gibt einen Platz für KI in der Medizin und in der Forschung. Aber ich nutze KI nicht mal als Werkzeug für Recherche“, sagte der 79-Jährige dem Magazin „Stern“ im Mai und richtete einen Appell an das US-Kino: „Hollywood muss verhindern, dass KI uns ersetzt.“

Offenere Haltung bei Roland Emmerich

Offener zeigte sich der deutsche Regisseur Roland Emmerich („Independence Day“). Er habe KI in seinen Filmen bislang noch nicht genutzt, aber natürlich könne man die Technik auch nicht außen vor lassen, sagte er der Deutschen Presse-Agentur im Mai: „Wenn es nötig ist, werde ich das benutzen.“

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