E-Auto-Brandmythen: Faktencheck zu Akku-Feuer und Löschen mit Wasser
E-Auto-Brandmythen im Faktencheck: Stimmt das wirklich?

Kaum ein Thema rund ums Auto sorgt für so viele Diskussionen wie brennende E-Autos. Bilder von lodernden Akkus schüren die Angst vieler Käufer. Doch wie groß ist die Brandgefahr wirklich? Eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag des Versicherers DA Direkt zeigt: Rund um Elektroautos halten sich zahlreiche Mythen. BILD macht den Faktencheck.

Mythos 1: Stromer brennen häufiger als Verbrenner

40 Prozent der Deutschen glauben, dass Elektroautos häufiger in Flammen aufgehen als Benziner oder Diesel. Ein Drittel (32 Prozent) traut sich kein Urteil zu. Nur knapp 30 Prozent stimmen der Aussage nicht zu – und liegen damit richtig. Tatsächlich gibt es nach Angaben der Kfz-Versicherer keine Hinweise auf ein erhöhtes Brandrisiko von E-Autos. Silvia Künnemann von DA Direkt: „E-Autos brennen nach aktuellem Kenntnisstand nicht häufiger als Verbrenner.“ Ergebnis: Stimmt nicht.

Mythos 2: Wasser ist beim Löschen tabu

Dieser Irrglaube ist am weitesten verbreitet: 66 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass Batteriebrände nicht mit Wasser gelöscht werden dürfen. Nur 12 Prozent wissen: Wasser ist laut DA Direkt in der Praxis das wichtigste und effektivste Löschmittel bei brennenden Batteriesystemen. Ergebnis: Stimmt nicht.

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Mythos 3: E-Autos müssen ausbrennen

Fast vier von zehn Befragten (38 Prozent) denken, dass brennende Stromer kontrolliert ausbrennen müssen. Mehr als ein Drittel (36 Prozent) weiß es schlicht nicht. Nur ein Viertel kennt die Wahrheit: Die Feuerwehren haben laut DA Direkt längst detaillierte Einsatzpläne und können Batteriebrände effektiv löschen. Ergebnis: Stimmt nicht.

Mythos 4: Batterien entzünden sich immer wieder

Die Sorge, dass sich Batterien auch Tage nach einem Brand erneut entzünden können, ist groß. 46 Prozent teilen diese Befürchtung, knapp die Hälfte weiß es nicht. Lediglich 6 Prozent können sich eine solche Wiederentzündung nicht vorstellen. Technisch ist eine Wiederentzündung zwar möglich, sie gilt in der Versicherungsbranche jedoch als selten und beherrschbar. Wichtig: Die Überwachung und Kühlung der Fahrzeugwracks in den Tagen nach dem Brand. Diese Maßnahmen gehören deshalb zum Einsatzplan der Feuerwehr. Ergebnis: Stimmt nur in Ausnahmefällen.

Mythos 5: Haushaltssteckdose ist sichere Ladestromquelle

Ein Drittel der Befragten (31 Prozent) vertraut beim Laden auf die Leistung und Sicherheit der heimischen Haushaltssteckdose. Ähnlich viele (28 Prozent) halten es hingegen für keine gute Idee, das Auto an der normalen Schuko-Steckdose zu laden. Die Mehrheit (41 Prozent) ist unentschlossen. Die Versicherung klärt auf: Technisch sei das Laden per Schuko-Stecker zwar möglich. Haushaltssteckdosen seien jedoch besonders in älteren Gebäuden nicht für stundenlangen Dauerbetrieb mit hohen Strommengen ausgelegt. Dies könne zu Überhitzung, schmelzenden Kabeln und im schlimmsten Fall zu Kabelbränden führen. Ergebnis: Stimmt nicht.

Mythos 6: Versicherung zahlt nicht

Besonders groß ist die Unsicherheit beim Versicherungsschutz: 70 Prozent der Deutschen sind sich unsicher, ob Schäden durch E-Auto-Brände abgedeckt sind. DA Direkt gibt bei diesem Punkt klar Entwarnung. Künnemann versichert: „Brandschäden sind unabhängig von der Antriebsart sowohl über die Vollkasko als auch über die Teilkaskoversicherung abgedeckt.“ Ergebnis: Stimmt nicht.

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