French Open: Alexander Zverev gewinnt ersten Grand-Slam-Titel
Zverev triumphiert bei French Open: Erster Grand-Slam-Titel

Alexander Zverev hat bei den French Open in Paris seinen lang ersehnten ersten Grand-Slam-Titel gewonnen. Der 29-jährige Tennisprofi aus Deutschland besiegte den Italiener Flavio Cobolli in einem packenden Fünfsatzkrimi mit 6:1, 4:6, 6:4, 6:7 (5:7), 6:1 und krönte sich damit zum Champion des Sandplatz-Spektakels. Nach 4:16 Stunden verwandelte Zverev seinen zweiten Matchball, ließ sich erschöpft auf den Sand fallen und weinte vor Glück. In der Siegerehrung erklärte er: „Jetzt ist es endlich ein Happy End.“

Historischer Triumph für Deutschland

Mit diesem Sieg schrieb Zverev Tennisgeschichte: Seit Beginn der Profiära 1968 hatte kein deutscher Tennisspieler die French Open gewonnen. Zudem ist er der erste deutsche Mann seit Boris Becker, der einen Grand-Slam-Titel errang – Becker gewann vor 30 Jahren die Australian Open. „Er hat das mehr als verdient“, lobte Becker bei Eurosport. „Das ist unglaublich, ich bin sehr stolz auf ihn.“ Zverev benötigte 41 Anläufe, um einen der vier wichtigsten Titel zu holen; zuvor war er dreimal im Finale gescheitert.

Kampf gegen körperliche Probleme

Der Hamburger zeigte immense Kämpferqualitäten, insbesondere nachdem er ab dem vierten Satz mit körperlichen Problemen zu kämpfen hatte. Er ließ sich an den Oberschenkeln massieren und bewegte sich sichtlich eingeschränkt. Doch Zverev bewahrte die Nerven und nutzte die Fehler seines Gegners. „Der Sieg gehört dem Hartnäckigsten“, lautet der Spruch auf der Tribüne des Stadions – und Zverev wurde diesem Motto gerecht. Er profitierte auch vom frühen Ausscheiden der Topstars Jannik Sinner und Novak Djokovic sowie dem Fehlen des verletzten Titelverteidigers Carlos Alcaraz.

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Starker Start und dramatische Wende

Zverev begann dominant, breakte Cobolli im ersten Satz dreimal und gewann klar mit 6:1. Der Italienier, der im Halbfinale kampflos gewonnen hatte, steigerte sich jedoch im zweiten Satz und glich aus. Zverev kämpfte sich zurück, gewann den dritten Satz, musste aber den vierten im Tiebreak abgeben. Im entscheidenden fünften Satz war Cobolli fehleranfälliger, und Zverev sicherte sich den Titel. „Nicht zu glauben, wie Cobolli jetzt aufdreht“, hatte Becker zwischenzeitlich kommentiert.

Trost für den Gegner und emotionale Momente

Nach dem Matchball tröstete Zverev seinen Finalgegner und bedankte sich bei seinem Team. Für die Siegerehrung zog er ein frisches Shirt an, da das alte durchnässt war. Der Titel seiner Doku „Der Unvollendete“ ist nun passé. Vier Jahre nach seiner schweren Fußverletzung im Halbfinale 2022 gegen Rafael Nadal, als er mit einem Rollstuhl vom Platz gebracht wurde, feierte Zverev auf dem Court Philippe Chatrier seinen größten Erfolg. Der Olympiasieger von 2021 wurde seiner Favoritenrolle gerecht und schrieb ein neues Kapitel in der deutschen Tennisgeschichte.

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