Warten auf den „Wusiala“-Schub: Wirtz und Musiala vor WM-Start
Warten auf „Wusiala“-Schub: Wirtz und Musiala

Die Vorfreude auf die Weltmeisterschaft 2026 in den USA steigt, und mit ihr die Hoffnung auf ein erneutes Aufblühen des deutschen Traumduos Jamal Musiala und Florian Wirtz. Vor zwei Jahren, am 14. Juni 2024, begeisterte das DFB-Team bei der Heim-EM mit einem 5:1-Sieg gegen Schottland. Wirtz erzielte das frühe 1:0, Musiala legte das 2:0 nach – die Geburtsstunde von „Wusiala“. Nun, 24 Monate später, sind beide 23 Jahre alt und stehen vor ihrer ersten gemeinsamen WM.

Trainingsalltag in Winston-Salem

Bei der Ankunft auf dem Campus der Wake Forest University in Winston-Salem, North Carolina, reisten Musiala und Wirtz getrennt an – jeweils auf der Rückbank eines Golfcarts. Auch im ersten Trainingsteil waren die beiden Ausnahmekönner in unterschiedliche Gruppen eingeteilt. Doch am Sonntag (19.00 Uhr, live in der ARD und bei MagentaSport) soll im ersten Gruppenspiel gegen Curaçao in Houston alles anders sein. Der Idealfall: ein Start wie bei der EM 2024, als das DFB-Team mit einem fulminanten 5:1 gegen Schottland begann.

Nagelsmann zeigt sich zuversichtlich

Bundestrainer Julian Nagelsmann beschwört förmlich den Raketenstart seiner Offensivstars am NASA-Standort Texas. „Jamal tritt immer besser auf, Flo ist eh top drauf“, sagte Nagelsmann nach dem 2:1-Testspielsieg gegen die USA. Dabei war Musiala in Chicago noch nicht in Bestform, und auch Wirtz zeigte nicht sein volles Potenzial. Eine Woche zuvor hingegen, beim 4:0 gegen Finnland in Mainz, hatten beide überzeugt: Wirtz traf zum 2:0, Musiala zum 4:0. Die Hoffnung lebt.

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Wirtz und Musiala im Selbsttest

Wirtz, der nach einer durchwachsenen Premierensaison beim FC Liverpool anreist, gibt sich vor seinem WM-Debüt kämpferisch: „Ich fühle mich gut, aber ich weiß nicht, ob ich in Topform bin.“ Musiala, der im Gegensatz zu Wirtz bereits bei der enttäuschenden WM 2022 in Katar dabei war, kämpft nach einem komplizierten Bruch des linken Wadenbeins und einer schweren Fußverletzung bei der Club-WM 2025 um seine alte Stärke. „Ich hatte gute Phasen, manchmal nicht so gute Phasen“, gesteht der Bayern-Star.

Völler: Keine Bedenken bei Wirtz

DFB-Sportdirektor Rudi Völler (66) strahlt vor dem Curaçao-Spiel Gelassenheit aus. Im Hörsaal der Universität in Winston-Salem sagte er: „Die Saison von Flo in Liverpool war nicht so, wie er sich das vielleicht vorgestellt hat. Aber man sieht immer wieder, zu welcher Figur er gereift ist. Er ist ein außergewöhnlicher Fußballer, der enorm wichtig ist, dass wir unsere Ziele erreichen. Und da habe ich bei ihm überhaupt keine Bedenken. Er wird bei seiner ersten WM Top-Leistungen abrufen.“

Optimismus für Musiala

Auch bei Musiala zeigt sich Völler zuversichtlich: „Jamal kommt aus einer sehr schweren Verletzung und hat eine Weile gebraucht, um wieder 90 Minuten zu spielen. Aber das ist kein Problem. Er wird hier super aufgebaut von den Fitnesscoaches, von Julian. Auch wenn es mal bei dem einen oder anderen Spiel ein bisschen weniger war und es nicht so gelaufen ist bei ihm: Er ist ganz nah dran, wieder der alte Jamal Musiala zu werden. Da bin ich total optimistisch, dass das schon gegen Curaçao funktioniert.“

Das Offensiv-Quartett als Schlüssel

Wenn Wirtz und Musiala im Offensiv-Quartett mit Kai Havertz und voraussichtlich Leroy Sané harmonieren, scheint für das deutsche Team vieles möglich. Die Erwartungen an das Duo sind gestiegen. „Flo ist nicht mehr der ganz junge Spieler, das gilt auch für Jamal“, betonte Völler. Wirtz spricht wohl auch für seinen Kumpel Musiala, wenn er sagt: „Ich glaube schon, dass meine Rolle sich verändert hat. Bei der Heim-EM war ich zwei Jahre jünger – und einige ältere Spieler sind jetzt nicht mehr dabei. Ich bin bereit, voranzugehen. Ich traue mir das zu.“ Gelingt beiden der Durchbruch, ist in Amerika wieder „Wusiala“-Time.

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