Zverevs erster Grand-Slam-Titel: „Ich habe immer daran geglaubt“
Zverevs erster Grand-Slam-Titel: „Ich habe immer daran geglaubt“

Zverev triumphiert in Paris: Erster Grand-Slam-Sieg seit 30 Jahren für Deutschland

Alexander Zverev (29) hat Geschichte geschrieben: Der Hamburger gewann die French Open in Paris und sicherte sich damit den ersten Grand-Slam-Titel eines Deutschen seit 30 Jahren. Im Finale besiegte er den Italiener Flavio Cobolli (24) mit 6:1, 4:6, 6:4, 6:7, 6:1. Dabei musste Zverev im vierten Satz kurzzeitig mit Krämpfen kämpfen, ließ sich am Oberschenkel behandeln und nahm Medikamente ein. „Ich hatte Krämpfe und körperlich zu kämpfen, aber ich glaube, sie waren eher mentaler Natur“, erklärte er nach dem Match. „Ich war heute nervöser als in den Tagen zuvor, hatte mehr Hochs und Tiefs. Aber am Ende ist mir das egal – ich habe meinen ersten Grand Slam gewonnen und bin unfassbar glücklich.“

Kämpferische Leistung: Krämpfe halfen sogar

Interessanterweise betrachtete Zverev die Krämpfe nicht als Hindernis, sondern als Hilfe. „Ich glaube, die Krämpfe haben mir in gewisser Weise geholfen. Ich habe losgelassen und meine Schläge freier gespielt“, sagte er. Dieser Sieg ist besonders bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass Zverev im Vorjahr bei Wimbledon in der ersten Runde ausgeschieden war und damals alles infrage stellte. „Das letzte Jahr war eine der schwierigsten Phasen meiner Karriere. Dieses Jahr hingegen ist eines der glücklichsten. Der Pokal stärkt mein Selbstvertrauen enorm“, so der Olympiasieger von 2021.

Historischer Erfolg: Erster Diabetiker als Grand-Slam-Sieger

Neben dem sportlichen Triumph gelang Zverev auch ein persönlicher Meilenstein: Er ist der erste Diabetiker, der einen Grand-Slam-Titel gewann. „Ich versuche, es nicht zu hoch zu hängen, weil ich keine Ausreden haben will. Aber es ist wichtig für viele Kinder und Eltern zu sehen, dass man sich auch mit dieser Krankheit Träume erfüllen kann“, betonte er. Zverev hatte nie daran gezweifelt, dass er einen Major-Titel gewinnen würde: „Ich habe immer geglaubt, dass ich einen gewinnen werde.“

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Bedeutung des Titels für Zverev und sein Team

Der Sieg bedeutet Zverev sehr viel, vor allem für sein Team. „Wir haben als Mannschaft und Familie viele harte Niederlagen auf Grand-Slam-Niveau erlebt. Jetzt haben wir es geschafft“, sagte er. Die Erleichterung ist riesig: „Wenn ich das nächste Mal ein Finale spiele, weiß ich, dass ich Grand-Slam-Champion bin. Das kann mir keiner nehmen. Es ist eine Erfüllung. Ich hoffe, dass mental bei mir etwas geplatzt ist.“ Zverev möchte weitere Titel gewinnen: „Ich möchte noch ein paar davon gewinnen.“

Emotionale Momente auf dem Court

Nach dem Match war Zverev überwältigt. Er fiel rücklings in den Sand, ähnlich wie vor vier Jahren, als er sich im Halbfinale gegen Rafael Nadal schwer verletzte. Diesmal waren es Tränen der Freude. „Ich konnte nicht glauben, dass ich gewonnen hatte. Als ich meine Box sah und meinen Vater die Arme hochreißen sah, wurde mir klar: Okay, ich habe gewonnen“, schilderte er. „Dieser Platz ist sehr speziell für mich. Hier hatte ich die schönsten und schlimmsten Momente meiner Karriere. Aber dieser Pokal steht über allem.“

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