Vom Zweitliga-Aufstiegshelden zum Bundesliga-Torwart! Marius Funk (30) kehrt nach dem Aufstieg mit Energie Cottbus zu seinem Jugendverein VfB Stuttgart zurück. Doch fast wäre es nie zu dieser Erfolgsgeschichte gekommen. Trainer Claus-Dieter Wollitz (60) verrät, wie der damals vereinslose Torwart überhaupt in der Lausitz landete.
Die überraschende Ankunft in Cottbus
Im Sommer 2024 war Funk nach seinem Aus in Ingolstadt ohne Verein. Als sich Energie-Stammtorhüter Elias Bethke schwer verletzte, suchten die Lausitzer einen neuen Schlussmann. Wollitz erinnert sich: „Unser Torwart verletzt sich, wir brauchen einen neuen Schlussmann, aber der Name Funk fiel nie. Dann habe ich mich zum ersten Mal über den Torwarttrainer hinweggesetzt und Funk mittwochabends angerufen und mich entschuldigt, dass wir uns jetzt erst melden.“ Die Reaktion des heute 30-Jährigen überraschte ihn: „Er fragte: ,Wofür?‘ Ich habe gesagt: ,Du bist gerade vereinslos und wenn sich bei Energie Cottbus ein Torwart schwer verletzt, dann sollte man jemanden mit deiner Qualität zumindest kontaktieren.‘“
Die schnelle Zusage
„Ich habe Funk gesagt, dass er perfekt zu unserem Fußball passt. 20 Minuten nach unserem Telefonat hat er zugesagt“, erinnert sich Wollitz. Eine Entscheidung, die sich für beide Seiten auszahlen sollte. Funk wurde auf Anhieb Stammkraft, absolvierte 34 Ligaspiele und hatte mit neun Zu-null-Partien großen Anteil am Aufstieg der Cottbuser in die 2. Bundesliga.
Der Weg zurück nach Stuttgart
Doch schon im Winter vergangenen Jahres hatte Funk seinem Trainer offen von einer möglichen Rückkehr nach Stuttgart erzählt. Trotzdem blieb der Schlussmann bis zum Ende voll fokussiert. Wollitz: „Kurz vor Regensburg kamen die Gerüchte auf, zwei Tage später hält er den Elfmeter und rettet uns das Spiel. Er hatte einen riesigen Anteil an unserem Aufstieg.“ Auch wenn Funks Abschied eine große Lücke reißt, hat Wollitz Verständnis. Denn: „Stuttgart ist seine Heimat. Ich verliere ihn gerne, weil er in ein Regal treten darf, auf das ich stolz bin. Ich bin stolz, dass ich ihn begleiten durfte.“



