WM-Spieler von Kap Verde: Deutscher Club kassiert bei Millionen-Transfers mit
WM-Spieler von Kap Verde: Deutscher Club kassiert mit

Kurz vor dem Anpfiff der Fußball-Weltmeisterschaft ist ein Spieler des Außenseiters Kap Verde zum begehrten Transferobjekt geworden – und ein deutscher Regionalligist hofft auf satte Einnahmen. Der Linksverteidiger Sidny Lopes Cabral wechselte für knapp zehn Millionen Euro von Benfica Lissabon zum türkischen Pokalsieger Trabzonspor. Portugals Rekordmeister hatte den 23-Jährigen erst im Januar für rund sechs Millionen Euro vom Lissaboner Vorstadtclub Estrela Amadora verpflichtet.

FIFA-Modell beschert Erfurt Gewinn

Da der gebürtige Rotterdamer Lopes Cabral mit 19 Jahren zum Regionalligisten Rot-Weiß Erfurt wechselte, profitiert der Traditionsverein nun vom sogenannten Solidaritätsmechanismus des Weltverbandes FIFA. Dieses Modell stellt sicher, dass ein kleiner Prozentsatz jeder Transfersumme an die Clubs weitergeleitet wird, die den Spieler einst aus- und weitergebildet haben. Bereits zu Jahresbeginn erhielten die Erfurter 50.000 Euro für den Transfer von Amadora zu Benfica. Nun bemühen sie sich um eine deutlich höhere Summe für den teuren Weiterverkauf in die Türkei.

Geschäftsführer zeigt sich zuversichtlich

„Wir sind dran an dem Thema und prüfen gerade unsere Ansprüche“, sagte RWE-Geschäftsführer Franz Gerber der „Bild“. „Wir haben den Jungen ausgebildet, hier hat er das Laufen gelernt. Jetzt hat er eine tolle Karriere und da sollten wir partizipieren.“ Lopes Cabral spielte dreieinhalb Jahre in Deutschland: von Februar 2022 bis Januar 2024 für Rot-Weiß Erfurt und anschließend bis Juli 2025 für Viktoria Köln.

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Der WM-Spieler von Kap Verde, der in Rotterdam geboren wurde, hat sich damit als äußerst lukrativ für seinen Ausbildungsverein erwiesen. Die FIFA-Regelung, die eigentlich die Förderung junger Talente belohnen soll, sorgt dafür, dass auch kleinere Clubs von späteren Millionen-Transfers profitieren können. Für Rot-Weiß Erfurt könnte dies ein wichtiger finanzieller Segen sein, der die Kasse des Regionalligisten deutlich aufbessert.

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