Dank eines verwandelten Elfmeters von Kylian Mbappé hat sich Topfavorit Frankreich im Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft gegen den Deutschland-Schreck Paraguay mit 1:0 (0:0) durchgesetzt. Die Équipe Tricolore steht damit im Viertelfinale und trifft dort am Donnerstag auf Marokko. Für den dritten WM-Titel sind noch drei Siege nötig.
Mbappé erlöst Frankreich per Strafstoß
Vor 68.324 Zuschauern in Philadelphia verzweifelte Frankreich zunächst am Abwehr-Bollwerk der Südamerikaner. In der 70. Minute trat Mbappé an und verwandelte einen Strafstoß zur Führung. Der Stürmer von Real Madrid erzielte damit seinen 19. WM-Treffer und liegt nur noch ein Tor hinter dem argentinischen Rekordhalter Lionel Messi. Paraguay, das zuvor in der Gruppenphase Deutschland ausgeschaltet hatte, konnte keine Antwort mehr finden.
Matthäus rechnet mit Nagelsmann ab
Rekordnationalspieler Lothar Matthäus hat seine Kritik an Julian Nagelsmann nach dem WM-Aus der deutschen Mannschaft verschärft. In der „Bild“ schrieb der 65-Jährige, das gesamte Projekt sei „krachend gescheitert“. Er monierte: „Keine Führung auf dem Platz, keine spielerische Qualität, kein gutes Abwehrverhalten, kein Miteinander. Das war ein reiner Hühnerhaufen.“ Nagelsmann war nach der 0:1-Niederlage im Achtelfinale gegen Paraguay zurückgetreten. Als Nachfolger ist der frühere Liverpool- und BVB-Coach Jürgen Klopp im Gespräch. Matthäus prognostizierte: „Mit Klopp als Bundestrainer würde im deutschen Fußball ein anderer Wind wehen.“
Brasilien: Raphinha vor Comeback gegen Norwegen
Brasiliens Offensivstar Raphinha steht vor seinem Comeback bei der WM. Der 29-Jährige vom FC Barcelona mache „sehr gute Fortschritte“, sagte Trainer Carlo Ancelotti vor dem Achtelfinale gegen Norwegen am Sonntag (22.00 Uhr/MagentaTV) in East Rutherford. „Er ist zwar noch nicht bei hundert Prozent, könnte aber auf der Bank sitzen und ein paar Minuten spielen“, so Ancelotti. Raphinha hatte sich im zweiten Gruppenspiel gegen Haiti (3:0) eine Oberschenkelverletzung zugezogen und fehlte seitdem.
Tuchel dementiert Viagra-Gerüchte um England
Thomas Tuchel hat Berichte zurückgewiesen, wonach seine englische Mannschaft in der Höhe von Mexiko-Stadt Viagra einnehmen solle. Bei einer Pressekonferenz im Aztekenstadion räumte der deutsche Coach mit den Spekulationen auf. „Das ist nicht wahr“, sagte Tuchel amüsiert. Die britische Boulevardzeitung „The Sun“ hatte berichtet, dass Viagra aufgrund seiner blutdrucksenkenden Wirkung in großer Höhe gegen Ermüdung und Schwindel helfen könne und nicht auf der Dopingliste stehe. Tuchel stellte klar, dass es keine Anzeichen für eine Einnahme gebe.



