Am 11. Juni beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko. Die 48 Mannschaften bereiten sich nun vor, etliche Testspiele stehen an. Bleiben Sie hier auf dem Laufenden über alles Wichtige rund um das Turnier und die deutsche Nationalmannschaft.
Donnerstag, 17.06 Uhr – Brown vor Wechsel zum FC Bayern
Der FC Bayern München steht angeblich vor einem Transfer von Jung-Nationalspieler Nathaniel Brown. Wie die BILD berichtet, ist sich der deutsche Fußball-Rekordmeister mit dem Linksverteidiger von Eintracht Frankfurt über einen Wechsel in diesem Sommer mündlich einig. Der 21-Jährige, der zuletzt an der WM teilnahm, soll einen Vertrag beim Doublesieger bis Ende Juni 2031 bekommen. Bayern Münchens Sportvorstand Max Eberl soll über den Transfer bereits in direktem Kontakt mit seinem Frankfurter Kollegen Markus Krösche stehen. Offizielle Aussagen lagen zunächst nicht vor.
Donnerstag, 15.04 Uhr – Iraner haben alle Reiseunterlagen komplett
Alle Mitglieder der iranischen Nationalmannschaft haben ihre Visa für die Einreise in Mexiko erhalten und können zur WM aufbrechen. „Mit der Erteilung der Visa für die verbleibenden zwei Mitglieder ist der Prozess zur Erlangung der Einreisegenehmigungen abgeschlossen“, teilte der Verband eine Woche vor Beginn des XXL-Turniers mit. Der Iran befindet sich seit Ende Februar in einem militärischen Konflikt mit den USA. Die Einreise in die Vereinigten Staaten hatte für Diskussionen gesorgt, weshalb der iranische Verband Ende Mai sein Trainingscamp von Arizona ins mexikanische Tijuana verlegte.
Donnerstag, 14.29 Uhr – Rasen der Japaner zu schlecht
Japans Fußball-Nationalmannschaft wechselt im WM-Camp in Monterrey Medienberichten zufolge den Trainingsplatz. Grund dafür soll der Zustand des Rasens sein. Ursprünglich sollten die Japaner auf dem Hauptplatz von UANL Tigres trainieren, der jedoch Mängel aufweisen soll.
Donnerstag, 14.21 Uhr – 72 Prozent der Spieler kicken im Ausland
Bei der Fußball-WM läuft eine der globalisiertesten Berufsgruppen der Welt auf. Eine Datenanalyse des Finanzportals Finalarm und von DataPulse Research zeigt, wie stark sich der Arbeitsmarkt für Fußballprofis seit 1990 geöffnet hat: Bei der WM 2026 stehen 72 Prozent der Nationalspieler bei einem Verein außerhalb ihres Heimatlandes unter Vertrag, fast dreimal so viele wie 1990 (26 Prozent). Auch die deutsche Nationalmannschaft internationalisiert sich wieder: Bei der WM 2010 standen noch alle Nationalspieler bei Bundesliga-Klubs unter Vertrag, 2026 spielt rund ein Drittel (33 Prozent) im Ausland. Im internationalen Vergleich ist das weiterhin ein niedriger Wert.
Donnerstag, 10.18 Uhr – Fifa verbietet leere Wasserflaschen im Stadion
Trotz vielerorts erwarteter Temperaturen über 30 Grad Celsius dürfen Fans bei der WM keine leeren Wasserflaschen mit in die Stadien nehmen. Der Weltverband Fifa änderte eine entsprechende Passage in seinem Leitfaden und teilt jetzt mit: „Zur Vermeidung von Missverständnissen: Wiederverwendbare Wasserflaschen dürfen nicht ins Stadion mitgebracht werden.“ Grund sollen Sicherheitsbedenken sein. Medienberichten zufolge sind Ticketinhaber bereits über die Änderung informiert worden. Das Verbot dürfte bei Besuchern für mächtig Ärger sorgen, da Fans ihre leeren Flaschen nicht einmal mehr an einem Trinkbrunnen oder Wasserspender auffüllen können. Zuletzt hatte der Weltverband noch angekündigt, dass leere, transparente und wiederverwendbare Plastikflaschen mit einem Fassungsvermögen von bis zu einem Liter in die Arenen mitgebracht werden dürfen. Wie teuer Wasserflaschen im Stadion sein werden, ist noch unklar. Bei der Klub-WM im Vorjahr hatten die Austragungsorte zwischen vier und sechs Dollar für eine Flasche Wasser verlangt.
Donnerstag, 10.06 Uhr – Holland kassiert Niederlage
Die WM-Stimmung in den Niederlanden hat rund eine Woche vor dem Beginn der WM einen Dämpfer bekommen. „Die niederländische Nationalmannschaft besteigt das Flugzeug mit vor Scham geröteten Gesichtern nach ihrer Niederlage gegen Algerien“, schrieb die Tageszeitung De Telegraaf nach dem 0:1 gegen den WM-Teilnehmer aus Afrika. Nach der Pleite der Elftal in Rotterdam geht es für die Mannschaft von Bondscoach Ronald Koeman heute in die USA, wo in New York noch gegen Usbekistan getestet wird. Ihr Quartier beziehen die Niederlande dann in Kansas City. In der Gruppe F geht es für das Oranje-Team gegen Japan, Schweden und Tunesien.
Donnerstag, 7.43 Uhr – Wo es bei den Verhandlungen des DFB-Teams noch hakt
Wie auch in den Vorjahren gab es in den vergangenen Wochen bei der deutschen Nationalmannschaft Gesprächsrunden über mögliche WM-Prämien. Am Verhandlungstisch: DFB-Kapitän Joshua Kimmich, Mannschaftsrat Jonathan Tah stellvertretend für das Team sowie Geschäftsführer Andreas Rettig für den Verband. Nach Informationen der Bild wurde nun eine Rekord-Prämie von rund 500.000 Dollar (etwa 430.000 Euro) im Falle eines WM-Siegs ausgehandelt. Zum Vergleich: Vor vier Jahren in Katar hätte jeder DFB-Spieler im Falle eines WM-Siegs 400.000 Euro kassiert. Allerdings: Die Summe unterliegt leichten Schwankungen und steht deshalb noch nicht final fest. Deshalb gab es zu Wochenbeginn eine Verhandlungsrunde während des DFB-Aufenthaltes in Frankfurt. Hintergrund: Anders als bei der WM 2022 in Katar gewährt die USA als Co-Gastgeber keine Steuerfreiheit für die Prämien. Ein weiteres Problem: Jeder US-Bundesstaat hat eigene und unterschiedliche Steuersätze – je nachdem, wo gespielt wird. Außerdem entscheidend für die komplette Höhe der Prämie: Der Dollar-Wechselkurs spielt eine Rolle, je nachdem, wann die Prämie ausgezahlt wird. Eine mögliche Idee ist, vorab zu einem bestimmten Zeitpunkt einen Kurs festzulegen, der verbindlich gilt. Diese Dinge gilt es nun noch zu klären. Dem DFB ist zudem wichtig, die Prämienregelung leistungsbezogener zu gestalten. Bedeutet konkret: Für den Titel gäbe es jetzt deutlich mehr als bei der vergangenen WM in Katar mit 400.000 Euro – dafür würden die Spieler für ein schlechteres Abschneiden deutlich weniger bis gar nichts kassieren.
Mittwoch, 18 Uhr – Deutschland ist zwar Favorit, aber insgesamt herrscht wenig Interesse
Die Vorfreude auf die am 11. Juni beginnende Weltmeisterschaft hält sich hierzulande noch in Grenzen. Im Deutschlandtrend von Infratest Dimap im Auftrag von ARD-„Tagesthemen“ und WELT antworten auf die Frage, wie stark man sich für die WM interessiere, nur zehn Prozent mit sehr stark. 22 Prozent geben an, stark interessiert zu sein, 30 weniger stark und 37 Prozent gar nicht. Immerhin aber kann die von Julian Nagelsmann trainierte Nationalmannschaft punkten. Auf die Frage nach dem kommenden Titelträger geben 20 Prozent Deutschland an. Einen besseren Wert erreicht keine andere Nation in der Umfrage. Auf den weiteren Plätzen folgen Frankreich (15 Prozent), Spanien (12 Prozent) und Brasilien (fünf Prozent).
Mittwoch, 15.24 Uhr – Ungewissheit ist steter Begleiter des iranischen Teams
Weniger als zwei Wochen vor ihrem ersten geplanten Spiel bei der Weltmeisterschaft hat die iranische Mannschaft ihre Visa für Mexiko erhalten. Die Visa seien „innerhalb von 48 Stunden“ ausgestellt worden, ohne dass die Spieler in der mexikanischen Botschaft erscheinen und dort ihre Fingerabdrücke hätten hinterlassen mussten, erklärte am Mittwoch der iranische Botschafter in Ankara, Mohammad Hassan Habibollahsade. Das iranische Team hält sich derzeit in der Türkei auf. Visa für die USA und Kanada, die beiden anderen Gastgeberländer der am 11. Juni beginnenden WM, hat die iranische Mannschaft aber noch nicht erhalten. Dies hat das iranische Team bereits dazu gezwungen, ihr WM-Quartier vom ursprünglich geplanten Ort in Tucson im US-Bundesstaat Arizona in die mexikanische Grenzstadt Tijuana zu verlegen. Die mit dem Iran-Krieg zusammenhängenden Ungewissheiten erschweren die Vorbereitungen des iranischen Teams auf das Turnier. Das erste WM-Spiel des Iran soll am 15. Juni in Los Angeles gegen Neuseeland ausgetragen werden. Auch die anderen beiden Gruppenspiele des Iran sollen in den USA stattfinden: am 21. Juni ebenfalls in Los Angeles gegen Belgien und am 26. Juni in Seattle gegen Ägypten.
Mittwoch, 12.13 Uhr – Gegner der DR Kongo zu Konzessionen bereit
Nach der Spielabsage in Spanien aufgrund des Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo hofft der kongolesische Fußballverband auf eine schnelle Lösung. Die Nationalmannschaft sollte am 9. Juni in der La Línea de la Concepción in der Provinz Cádiz zu einem WM-Testspiel gegen Chile antreten. Doch der Bürgermeister der Stadt, Juan Franco, sagte die Partie aufgrund von Gesundheitsrisiken im Zusammenhang mit dem Ausbruch der tödlichen Viruskrankheit in dem zentralafrikanischen Land ab. Der kongolesische Fußballverband versicherte daraufhin in einer Mitteilung, alle notwendigen Maßnahmen seien ergriffen worden, um die Einhaltung der für das Spiel geltenden gesundheitlichen, sportlichen und behördlichen Auflagen zu gewährleisten. „Die kongolesische Delegation hält sich weiterhin strikt an die geltenden internationalen Protokolle“, hieß es. Der Gegner ist auch zu Konzessionen bereit. „Wir stehen im Gespräch mit dem kongolesischen Fußballverband, dem Veranstalter des Spiels und dem Stadionbetreiber, damit das Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden kann“, sagte Felipe Correa, Manager der chilenischen Nationalmannschaft, laut spanischen Medien.



