Schweiz mühelos ins WM-Achtelfinale: 2:0 gegen Algerien
Schweiz mühelos ins WM-Achtelfinale: 2:0 gegen Algerien

Die Schweiz hat bei der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko das Achtelfinale erreicht. Im Sechzehntelfinale von Vancouver besiegte das Team um den Freiburger Johan Manzambi Algerien souverän mit 2:0 (1:0) und bleibt beim XXL-Turnier ungeschlagen. Vor 52.497 Zuschauern im ausverkauften Stadion sorgte der frühere Schalker Breel Embolo in der 10. Minute für die frühe Führung. Nach der Pause traf dessen Sturmkollege Dan Ndoye (46.) zur vorzeitigen Entscheidung.

Manzambi als Spielmacher

Johan Manzambi vom SC Freiburg leitete das erste Tor mit einem Solo über die halblinke Seite exzellent ein. Der 20-Jährige, der das Turnier als Joker begonnen hatte, empfahl sich mit seinem enormen Tempo für die Startelf. Trainer Murat Yakin brachte ihn erneut und sah sich bestätigt. Manzambi spielte mehrere algerische Gegenspieler aus und brach bis zur Grundlinie durch. Seine scharfe Hereingabe in die Mitte musste Embolo nur noch vollenden.

Auf der Gegenseite blieb Dortmunds Schlussmann Gregor Kobel lange beschäftigungslos, da sich die Partie hauptsächlich auf der anderen Seite abspielte. Die Schweiz kontrollierte das Spielgeschehen und ließ kaum Torchancen der Algerier zu.

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Petkovic’ Rückkehr ohne Erfolg

Ein besonderes Spiel war es für Vladimir Petkovic, der die Schweizer Nationalmannschaft von 2014 bis 2021 betreut hatte und nun Algeriens Cheftrainer ist. Der 62-Jährige musste zur Pause auf die schwache erste Halbzeit seiner Mannschaft reagieren. Doch die Pläne von Petkovic waren nach weniger als einer Minute nach dem Wiederanpfiff hinfällig. Nachdem Algeriens Abwehr den Ball gleich zweimal nicht geklärt hatte, schoss Angreifer Ndoye ins lange Eck. Algeriens Schlussmann Luca Zidane, der Sohn des früheren Weltklasse-Fußballers Zinédine Zidane, war machtlos.

Danach war die Partie gelaufen, was Yakin mit der frühzeitigen Auswechslung von Manzambi bekräftigte. Der eingewechselte Fabian Rieder hatte noch die Chance zum 3:0, doch der Augsburger schoss in die Arme des liegenden Torhüters statt ins leere Tor.

Algerien enttäuscht

Algeriens Auftritt bei dem Turnier dürfte – abgesehen vom denkwürdigen 3:3 gegen Österreich in der Vorrunde – schnell in Vergessenheit geraten. Das Team um BVB-Profi Ramy Bensebaini konnte den starken Schweizern fast nichts entgegensetzen. Die Nordafrikaner müssen weiter auf ihren ersten Sieg in einer K.o.-Runde der Weltmeisterschaft warten.

WM-Stimmung in Vancouver gedämpft

Anders als an vielen anderen Spieltagen wollte diesmal in Vancouver nicht wirklich WM-Stimmung aufkommen. Das lag zum einen daran, dass Gastgeber Kanada vor einer Woche den Gruppensieg gegen die Schweiz verspielt hatte und deshalb kein weiteres Spiel in der Heimat bekam. Zum anderen am Wetter, das sich nicht wie Sommer in Nordamerika anfühlte, sondern Frühjahr in Großbritannien: Es regnete den ganzen Tag bei konstanten 14 Grad.

In der Heimspielstätte von Thomas Müller, bei der zur WM das Dach stets geschlossen ist, kamen die Schweizer trotzdem schnell auf Temperatur. Das lag einmal mehr am umtriebigen Manzambi.

Achtelfinale gegen Kolumbien oder Ghana

Die Schweiz darf weiter vom ersten Viertelfinale seit dem Heim-Turnier 1954 träumen. Im Achtelfinale geht es erneut in Vancouver am Dienstag (22.00 Uhr/MESZ) gegen Kolumbien oder Ghana. Die Mannschaft von Trainer Murat Yakin ist bislang ohne Niederlage und hat sich als Gruppensieger für die K.o.-Runde qualifiziert.

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