RWE und Gjasula lösen Vertrag aus familiären Gründen auf
RWE und Gjasula: Vertragsauflösung aus familiären Gründen

Essen – Schlechte Nachrichten für Rot-Weiss Essen! Klaus Gjasula (36) wird in der kommenden Saison nicht mehr für den Drittligisten auflaufen. Der Vertrag des ehemaligen albanischen Nationalspielers (29 Einsätze) hatte sich erst im April dieses Jahres automatisch durch sein 25. Pflichtspiel um ein Jahr verlängert. Nun folgt jedoch die überraschende Vertragsauflösung. Der Klub und der Spieler gehen getrennte Wege. Als Grund werden familiäre Umstände genannt.

Gjasula mit emotionalen Abschiedsworten

Die Abschiedsworte von Gjasula lassen tief blicken: „Ich bin dem Verein, den Fans, den Mitarbeitern und meinen Mitspielern unheimlich dankbar für die Zeit hier in Essen, in der ich mich sehr wohlgefühlt habe. Als ich zu RWE gekommen bin, befand sich der Verein in keiner einfachen Situation. Aus dieser haben wir es zusammen herausgeschafft und eine großartige Saison gespielt, in der es leider nicht für den ganz großen Wurf gereicht hat.“ Dann folgt der entscheidende Satz: „Manchmal gibt es Themen, die wichtiger und größer sind als der Fußball, die jetzt meine Aufmerksamkeit benötigen. Aus diesem Grund möchte ich meinen Lebensmittelpunkt wieder näher in die Region verlegen, in der ich aufgewachsen bin.“

Neuer Klub steht bereits fest

Sein neuer Klub steht nach Informationen der BILD bereits fest und soll in Kürze offiziell bekannt gegeben werden. Der defensive Mittelfeldspieler bleibt der 3. Liga erhalten und wechselt in den Südwesten Deutschlands. Dort lebt ein Großteil der Familien von Gjasula und seiner Frau. Bis der gebürtige Albaner seine Karriere beenden möchte, könnte es noch dauern. In einem Interview mit der „WAZ“ sagte Gjasula im Dezember 2025: „Ich bin noch topfit. Wenn es nach mir geht, spiele ich noch bis 40 Fußball.“

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Gjasula war im Januar 2025 zum akut abstiegsbedrohten Pottklub gestoßen. Mit ihm kam der Umschwung, und Essen konnte die Klasse souverän halten. In der abgelaufenen Saison war Gjasula Stammspieler und Leistungsträger. Bitter: Die Relegationsspiele (1:2 nach Hin- und Rückspiel gegen Fürth) verpasste er verletzungsbedingt. Der letzte Gjasula-Auftritt im RWE-Trikot bleibt damit die 1:2-Niederlage gegen Saarbrücken. Seine Erfahrung und seine Mentalität haben dem Verein zuvor sehr geholfen. Diese Werte gehen Essen vorerst verloren. Nach BILD-Informationen möchte der Klub die Augen im defensiven Mittelfeld offenhalten. Mit Nils Kaiser (24) und Torben Müsel (26) sind bereits zwei zentrale Mittelfeldspieler weg. In Janne Sietan (24) ist ein Neuzugang für das Zentrum bereits verpflichtet.

Gjasula hält Bundesliga-Rekord

Der Ex-Nationalspieler erlangte in seiner Zeit in Paderborn kuriose Berühmtheit. In der Saison 2019/20 kassierte der Abräumer in 27 Bundesliga-Spielen 17 Gelbe Karten und hält den Rekord bis heute. Für RWE stand er insgesamt 48-mal auf dem Rasen. Jetzt schlägt er ein neues Kapitel auf.

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