PSG-Sieg: Knapp 900 Festnahmen nach Champions-League-Krawallen in Frankreich
PSG-Sieg: Knapp 900 Festnahmen nach Krawallen

Champions-League-Sieg von PSG führt zu schweren Ausschreitungen

Der Triumph von Paris Saint-Germain in der Champions League hat in Frankreich eine Welle der Gewalt ausgelöst. Nach dem Finalsieg wurden landesweit mehr als 890 Menschen festgenommen, wie Innenminister Laurent Nuñez am Montag mitteilte. Dies entspricht einem Anstieg von 45 Prozent im Vergleich zu den Feierlichkeiten nach dem PSG-Titel im Vorjahr.

Innenminister verteidigt Polizeieinsatz

Nuñez betonte im Radiosender France Inter, dass die hohe Zahl der Festnahmen ein Zeichen für die effektive Arbeit der Sicherheitskräfte sei. „Wir wussten im Vorfeld, dass es zu Ausschreitungen kommen würde“, erklärte der Minister. Die Beamten hätten entschlossen gehandelt, um die öffentliche Ordnung wiederherzustellen.

Krawalle in mehreren Städten

In zahlreichen französischen Städten kam es nach dem Spiel zu gewaltsamen Auseinandersetzungen. Auf den Champs-Élysées in Paris, wo sich tausende Fans versammelt hatten, lieferten sich vermummte Randalierer und Polizisten Gefechte. Dabei wurden Wurfgeschosse und Tränengas eingesetzt. Auch Geschäfte wurden geplündert und Brände gelegt.

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Nach Angaben des Innenministeriums wurden insgesamt 178 Sicherheitskräfte verletzt, einige davon schwer. Die genaue Zahl der verletzten Zivilisten ist noch nicht bekannt.

Vergleich zum Vorjahr

Die Ausschreitungen übertreffen jene aus dem Vorjahr deutlich. Damals hatte PSG ebenfalls die Champions League gewonnen, doch die Zahl der Festnahmen lag bei rund 615. Experten führen die Eskalation unter anderem auf die angespannte gesellschaftliche Stimmung in Frankreich zurück.

Die Polizei bleibt in erhöhter Alarmbereitschaft, um weitere Krawalle in den kommenden Tagen zu verhindern.

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