Stefan Posch, Innenverteidiger des ÖFB und Mainz 05, will trotz eines Kieferbruchs im zweiten Gruppenspiel der Fußball-Weltmeisterschaft gegen Argentinien am Montag (19 Uhr, live in der ARD) auflaufen. Der 29-Jährige war beim 3:1-Sieg Österreichs gegen Jordanien kurz vor Schluss mit Gegenspieler Odeh Al-Fakhoury zusammengeprallt und mit Verdacht auf Kieferbruch ausgewechselt worden.
Rangnick befürchtete Turnier-Aus
Österreichs Teamchef Ralf Rangnick hatte zunächst mit einem Ausfall „für den Rest des Turniers“ gerechnet. „Das wäre ein Ausfall, der uns weh tut“, sagte auch Ex-Nationalspieler Stefan Maierhofer bei Sky Sport Austria. Doch Posch ließ sich eine Spezialschiene anpassen, die den gebrochenen Kiefer schützt, und meldete sich bereits am Samstag im Mannschaftstraining zurück. Auch das Abschlusstraining für das Duell gegen Lionel Messi und Co. absolvierte er vollständig.
„Steirerbluat is ka Himbeersaft“
Unter Fotos vom Jordanien-Spiel schrieb Posch: „Steirerbluat is ka Himbeersaft“ – ein steirisches Sprichwort, das die Härte der Menschen aus der Steiermark betont. Der ÖFB feierte ihn auf Instagram bereits als „new Austrian Terminator“, Mainz 05 kommentierte „Poschi die Maschine“. Co-Trainer Stefan Oesen lobte Poschs Leistung: „Alleine der Umstand, dass wir in Konny Laimer einen der besten rechten Verteidiger der Welt im Kader haben und trotzdem der Poschi bei uns diese Position spielt, sagt ja alles über seine Stärke. Weil wir ihn trotzdem unbedingt auf dem Feld haben wollen.“
Posch gibt grünes Licht
Obwohl Rangnick die Startaufstellung für das Argentinien-Spiel noch nicht bekannt gegeben hat, signalisierte Posch Einsatzbereitschaft: „Der Traum geht weiter. Gemma!“, schrieb er auf Instagram unter ein Foto, das ihn beim Verlassen des Teamfliegers in Dallas zeigt. Der Verteidiger will trotz der Schiene, die ihm im Training Spott der Mitspieler einbrachte, gegen Messi & Co. von Beginn an spielen.



