Pokal-Wahnsinn im Norden: Millerntor-Stadion heiß begehrt
Pokal-Wahnsinn im Norden: Millerntor begehrt

Die erste Runde im DFB-Pokal, die vom 21. bis 24. August stattfindet, wird für viele Vereine nicht nur aufgrund ihrer Gegner zu einer echten Herausforderung. Auch die Suche nach einem geeigneten Stadion gestaltet sich schwierig. Besonders im Norden Deutschlands ist die Situation kompliziert.

Millerntor-Stadion im Fokus

Das Millerntor-Stadion des FC St. Pauli ist als Austragungsort für Pokalspiele besonders begehrt. Auf Anfrage teilte der Verein, der selbst im Pokal in Essen spielt, mit: „Uns liegen drei Anfragen für das Millerntor vor. Grundsätzlich stehen wir Pokalspielen am Millerntor positiv gegenüber, sofern die Rahmenbedingungen passen und es die Termin- und Platzsituation zulässt. Die Anfragen werden derzeit geprüft. Da der Spielplan noch nicht vorliegt, müssen wir dabei insbesondere die mögliche Belastung für den Rasen berücksichtigen.“

Lüneburger SK als erster Kandidat

Der erste Verein, der gerne ins Millerntor ausweichen möchte, ist der Lüneburger SK, der auf Werder Bremen trifft. Am Freitag reist LSK-Chef Raphael Marquardt zu Gesprächen nach Hamburg. Da die Fans von Werder und St. Pauli befreundet sind, stehen die Chancen nicht schlecht. Eine Austragung im Volksparkstadion scheint aufgrund der Rivalität des HSV mit Werder Bremen schwer vermittelbar. Ein Tausch des Heimrechts wurde bisher nicht thematisiert. Sollte es dazu kommen, hätte das Auswirkungen auf die Planungen von Hemelingen, das gegen Hannover 96 spielt und wie im Vorjahr mit dem Bremer Weserstadion oder Platz 11 liebäugelt.

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HEBC gegen Dortmund

Der zweite Interessent bei St. Pauli ist der HEBC, der auf den BVB trifft. Derzeit wird sondiert, wie groß die Fan-Nachfrage für ein Spiel unter der Woche ist. Da der BVB am Pokal-Wochenende noch im Supercup gegen Bayern München im Einsatz ist, findet das Pokalspiel erst am 1. oder 2. September statt. Neben dem Millerntor ist auch der Volkspark eine Option, wo die Kosten zwar höher, aber auch die Erlöse größer wären. Erste Gespräche mit dem HSV gab es bereits. Am Freitag trifft sich der HEBC wie Lüneburg mit St. Pauli.

Phönix Lübeck als dritter Kandidat

Der dritte Kandidat für das Millerntor ist Phönix Lübeck, der gegen Paderborn spielt. Vor zwei Jahren verzichtete man gegen Dortmund auf eine Austragung im Stadion Lohmühle des Rivalen VfB und wich in den Volkspark aus. Diesmal könnte das kleinere Millerntor die Alternative sein. Allerdings könnte es ein Problem werden, wenn Lüneburg sich mit St. Pauli einigt und zwei Spiele am Pokal-Wochenende in einem Stadion stattfinden müssten.

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