Mbappé nach Schlag gegen Paraguay: Keine Rote Karte – Kritik an Schiedsrichter
Mbappé nach Schlag: Keine Rote Karte – Kritik an Schiedsrichter

Im WM-Spiel zwischen Paraguay und Frankreich sorgt eine Szene um Superstar Kylian Mbappé für Aufsehen. Der französische Stürmer geht nach einem Schlag eines paraguayischen Verteidigers zu Boden. Viele Zuschauer und Experten fordern eine Rote Karte, doch der Schiedsrichter entscheidet auf Weiterspielen.

Die strittige Szene im Detail

In der 34. Minute läuft Mbappé mit Tempo auf den Strafraum zu, als Paraguays Innenverteidiger ihm den Ball abnehmen will. Dabei trifft er Mbappé mit dem Ellbogen im Gesicht. Der Franzose sinkt sofort zu Boden und hält sich das Gesicht. Der Schiedsrichter unterbricht die Partie kurz, zeigt aber keine Karte. Nach kurzer Behandlung steht Mbappé wieder auf und spielt weiter.

„Das war eine klare Tätlichkeit. Der Ellbogen geht absichtlich ins Gesicht. Das hätte Rot geben müssen“, kommentiert TV-Experte und ehemaliger Schiedsrichter Manuel Gräfe die Szene. Auch in den sozialen Medien wird die Entscheidung heftig diskutiert.

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Reaktionen und Folgen

Frankreichs Trainer Didier Deschamps zeigt sich nach dem Spiel verärgert: „Wir haben Glück, dass Kylian nicht schwer verletzt wurde. Solche Aktionen gehören nicht auf den Platz. Der Schiedsrichter hätte härter durchgreifen müssen.“ Mbappé selbst äußert sich zurückhaltend: „Ich bin froh, dass ich weiterspielen konnte. Wichtig ist, dass wir gewonnen haben.“

Das Spiel endet 2:1 für Frankreich. Mbappé erzielt in der 78. Minute den Siegtreffer. Die Diskussion um die Szene überschattet jedoch den Erfolg. Der paraguayische Spieler, der den Schlag ausführte, wird nach dem Spiel von der FIFA nicht nachträglich bestraft.

Auswirkungen auf das Turnier

Der Vorfall wirft erneut Fragen zur Video-Assistent-Technologie (VAR) auf. Im konkreten Fall griff der VAR nicht ein, da der Schiedsrichter die Situation als nicht schwerwiegend genug einstufte. „Der VAR kann nur bei klaren Fehlentscheidungen eingreifen. Hier lag eine subjektive Entscheidung vor“, erklärt ein FIFA-Sprecher. Kritiker fordern eine Überarbeitung der Richtlinien, um solche Szenen künftig besser zu ahnden.

Frankreich steht nun im Viertelfinale und trifft auf Spanien. Mbappé wird voraussichtlich wieder von Beginn an spielen. Die Partie findet am 9. Juli statt.

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