Hasan Ismaik beendet Finanzierung: 1860 München kündigt Vertrag
Ismaik stoppt Zahlungen: 1860 kündigt Vertrag

Investor Hasan Ismaik beendet Finanzierung – 1860 München kündigt Vertrag

Jahrelang hat der jordanische Investor Hasan Ismaik den kriselnden TSV 1860 München finanziell unterstützt. Doch nun ist Schluss: Ismaik will kein weiteres Geld in den Verein pumpen und den in die Viertklassigkeit abgestürzten Fußball-Klub auch nicht vor einer möglichen Insolvenz retten. Der Verein hat daraufhin den Vertrag mit dem 48-Jährigen einseitig gekündigt. Das Kapitel Ismaik bei den Löwen ist nach 15 Jahren beendet.

Ismaik: „Es kann nicht die Lösung sein, Jahr für Jahr Geld zur Verfügung zu stellen“

In einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ erklärte Ismaik seinen Schritt: „Ich glaube, mittlerweile ist allen klar, dass es keine Lösung sein kann, Jahr für Jahr einfach nur neues Geld zur Verfügung zu stellen.“ Er stellte die grundsätzliche Frage, wie der Verein eine stabile Zukunft aufbauen wolle, die nicht jede Saison von Notfallfinanzierungen abhängig sei. Es gehe nicht darum, ob eine Person einer anderen einen weiteren Kredit gewähre.

Der Rückzug des Hauptsponsors, der nach dem Zwangsabstieg aus der 3. Liga von einem Sonderkündigungsrecht Gebrauch gemacht hatte, hinterlässt ein Loch von rund 2,7 Millionen Euro. Diese Summe entspricht in etwa dem Betrag, der für die Lizenzerteilung in der 3. Liga notwendig gewesen wäre. Am Startrecht in der Regionalliga ändert sich laut Berichten nichts. Ein ähnlicher Fall hatte sich bereits 2022 mit Türkgücü München ereignet.

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Präsident Mang bestätigt: „Wir werden nächstes Jahr Regionalliga spielen“

Vereinspräsident Gernot Mang informierte die aufgebrachten Fans am Mittwochabend: „Wir haben die Lizenz nicht bekommen, das heißt wir werden nächstes Jahr Regionalliga spielen.“ Er bestätigte, dass der Klub bis zum Ablauf der Frist keinen Nachweis über die Deckung der fehlenden Etat-Summe erbringen konnte. „Ursächlich dafür ist eine nicht erfüllte Finanzierungszusage unseres Gesellschafters Hasan Ismaik und der mit ihm verbundenen Unternehmen.“

Die Fans reagierten mit Schmähgesängen gegen den verhassten Investor: „Scheiß auf den Scheich, scheiß auf sein Geld, egal was er sagt, egal was er denkt“, skandierten die Anhänger. „Wir woll'n nur eins, wir woll'n das Glück, Freiheit für Sechzig und nach Giasing zurück.“

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