Derby-Überläufer berichtet von Hass-Nachrichten
Es ist das brisanteste Duell in der 1. Pokal-Runde: Waldhof Mannheim gegen den 1. FC Kaiserslautern. Zwischen den Fan-Lagern knallt es bei Derbys regelmäßig, der Druck auf die Spieler ist groß. Jetzt packt ein „Überläufer“ aus: Maurice Deville, der 2017 von Lautern zum Erzrivalen Waldhof wechselte.
Der ehemalige luxemburgische Nationalspieler berichtet von den Folgen seines Wechsels. „Das war beängstigend“, sagt Deville über die Zeit nach seinem Transfer. Er erhielt zahlreiche Hass-Nachrichten, die ihn teils schwer belasteten. Besonders eine Situation beschreibt er als extrem beängstigend: Als er nach dem Wechsel erstmals auf dem Platz stand, war die Stimmung aufgeheizt, und die Anfeindungen aus den eigenen Reihen und von Gegnern waren massiv.
Deville erklärt, dass solche Derbys eine besondere Dynamik haben. Die Rivalität zwischen den Vereinen ist tief verwurzelt, und Spieler, die die Seiten wechseln, werden oft als Verräter angesehen. „Man wird nicht nur auf dem Platz attackiert, sondern auch abseits davon – über soziale Medien und persönliche Nachrichten“, so Deville. Er hofft, dass sich die Situation in Zukunft bessert und der Fußball wieder mehr im Vordergrund steht.



