Frankreich hat sich mit einem 1:0-Sieg gegen Paraguay ins Viertelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 gezittert. Der WM-Topfavorit tat sich gegen den Außenseiter aus Südamerika lange schwer und benötigte einen umstrittenen Elfmeterpfiff, um die Partie für sich zu entscheiden. Die deutsche Mannschaft war zuvor von Paraguay aus dem Turnier geworfen worden, was hierzulande die Erwartung geweckt hatte, dass Frankreich ebenfalls unter die Räder kommen würde. Doch die Équipe Tricolore bewies Nervenstärke – wenn auch mit viel Glück.
Paraguay trotzt dem Favoriten
Paraguay, das sich durch den Sieg gegen Deutschland für das Achtelfinale qualifiziert hatte, zeigte auch gegen Frankreich eine beeindruckende Defensivleistung. Die Mannschaft von Trainer Guillermo Barros Schelotto stand tief und ließ den Franzosen kaum Räume. Superstar Kylian Mbappé, der im Turnier bislang überzeugt hatte, fand kaum Mittel gegen die gut organisierte Abwehr der Paraguayos. Die erste Halbzeit endete torlos, wobei Frankreich zwar mehr Ballbesitz hatte, aber keine zwingenden Torchancen herausspielen konnte.
Der entscheidende Elfmeter
In der 72. Minute dann der Wendepunkt: Nach einer Hereingabe von Antoine Griezmann kam es im Strafraum zu einem Zweikampf zwischen Mbappé und Paraguays Verteidiger Júnior Alonso. Schiedsrichter Wilton Sampaio aus Brasilien zeigte sofort auf den Punkt, obwohl die Berührung als minimal galt. Mbappé trat selbst an und verwandelte den Elfmeter souverän zum 1:0. Die Paraguayos protestierten heftig, doch der Treffer zählte. „Der Elfmeter war sehr fragwürdig“, kommentierte der ehemalige deutsche Nationalspieler Lothar Matthäus bei MagentaTV. „Paraguay hat überragend verteidigt und hatte den Sieg verdient.“
Nagelsmanns Fehleinschätzung
Julian Nagelsmann, Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft, hatte vor dem Spiel prophezeit, dass Paraguay Frankreich „überrollen“ würde. „Wir müssen uns bei Julian Nagelsmann entschuldigen“, schrieb der Spiegel-Kolumnist Cedric Voigt. „Seine Prognose hat sich nicht bewahrheitet. Frankreich hat sich durchgesetzt, wenn auch mit Mühe.“ Nagelsmann selbst äußerte sich nach dem Spiel nicht öffentlich. Die deutsche Mannschaft war bereits in der Vorrunde gescheitert.
Statistik und Ausblick
Frankreich hatte 62 Prozent Ballbesitz und gab 14 Torschüsse ab, davon nur vier auf das Tor. Paraguay kam auf fünf Torschüsse, keinen aufs Tor. Die Franzosen treffen nun im Viertelfinale auf den Sieger der Partie zwischen Argentinien und Mexiko. „Wir müssen uns steigern“, sagte Frankreichs Trainer Didier Deschamps nach dem Spiel. „Paraguay hat uns alles abverlangt. Das war eine Warnung.“



